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Warnstreik im Handel - Kundgebung mit 600 Beschäftigten

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im Handel zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. (Symbolbild)

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im Handel zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. (Symbolbild) Foto: Tom Weller/dpa

Sieben Prozent mehr Lohn fordert Verdi für die Beschäftigten im Handel. Die Arbeitgeber wollen in zwei Stufen nur ein Plus von 3,5 Prozent zahlen. Die Gewerkschaft reagiert mit einem Warnstreik.

Von dpa Freitag, 15.05.2026, 14:30 Uhr

Hamburg. An einer Kundgebung zum Warnstreik im Handel haben in Hamburg nach Gewerkschaftsangaben rund 600 Menschen teilgenommen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte eine Sprecherin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi). Es sei eine gute Streikbeteiligung. Zu der Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof seien auch einige Streikende aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gekommen. 

Der Aufruf zum Warnstreik richtete sich unter anderem an Arbeitnehmer von H&M, Zara, Primark, Ikea, Metro und Rewe, wie Verdi weiter mitteilte. Vom Handelsverband Nord hieß es, er habe keine Rückmeldung von Mitgliedsunternehmen über eine negative Auswirkung bekommen. Der Warnstreik soll am Samstag in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt werden.

In den laufenden Tarifverhandlungen liegen die Forderungen der Gewerkschaft und das Angebot vom Handelsverband Nord noch weit auseinander. Verdi fordert, Löhne und Gehälter um sieben Prozent zu erhöhen. Die monatliche Bezahlung solle brutto um mindestens 225 Euro steigen. 

Die Arbeitgeber bieten in zwei Stufen insgesamt 3,5 Prozent mehr Entgelt als bislang. Auch bei den Laufzeiten liegen die Tarifparteien auseinander. Am 2. Juni sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp hatte nach der zweiten Gesprächsrunde am 11. Mai das erste Arbeitgeberangebot als „Unverschämtheit“ bezeichnet.

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