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Bewerbung für Sommerspiele

Hamburger sind sich uneins: Weitere Umfrage zu Olympia in der Hansestadt

Ende Mai können die Hamburgerinnen und Hamburger über eine Olympiabewerbung abstimmen. (Symbolbild)

Ende Mai können die Hamburgerinnen und Hamburger über eine Olympiabewerbung abstimmen. (Symbolbild) Foto: Peter Kneffel/dpa

Nordrhein-Westfalen hat mit seinem klaren Ja für Olympische Spiele vorgelegt. In Hamburg gab es zum bevorstehenden Referendum zuletzt zwei Umfragen - mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Von dpa Donnerstag, 23.04.2026, 07:00 Uhr

Hamburg. Vor dem Olympia-Referendum in Hamburg Ende Mai ist das Stimmungsbild uneinheitlich. In einer Umfrage von Ende Februar bis Anfang März, die erst am vergangenen Sonntag öffentlich gemacht wurde, favorisiert eine Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger eine Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in ihrer Stadt. Bei der repräsentativen Umfrage des Befragungsinstituts Prognos im Auftrag der Handelskammer sprachen sich 59,6 Prozent eher dafür aus, dass die Sport-Highlights in der Hansestadt ausgetragen werden. 40,4 Prozent sind eher dagegen. 

Die dpa hatte zuvor den missverständlichen Eindruck erweckt, dass es sich um eine aktuelle Befragung handelt. Das Meinungsbild wurde allerdings schon zwischen dem 20. Februar und 5. März erhoben und erst am 19. April veröffentlicht. 

Bei einer vom 19. bis 23. März erhobenen repräsentativen Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag des NDR gaben 50 Prozent der Befragten auf die Frage, ob sie die Olympiabewerbung Hamburgs eher gut oder eher schlecht finden, „eher schlecht“ an. „Eher gut“ wurde die Bewerbung von 41 Prozent der Befragten gesehen. 

Abstimmungsunterlagen auf dem Weg

In Hamburg stimmen die Bürger am 31. Mai darüber ab, ob ihre Stadt weiter gegen die drei anderen Bewerber Berlin, München und Rhein-Ruhr antritt. 2015 hatte sich eine Mehrheit in einem Referendum gegen Olympische Spiele in Hamburg ausgesprochen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will sich für die Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewerben. 

Etwa fünfeinhalb Wochen vor dem Referendum sind die Abstimmungsunterlagen an rund 1,3 Millionen Hamburgerinnen und Hamburger verschickt worden. Eine Teilnahme am Referendum ist auch am 31. Mai in einer der 178 Abstimmungsstellen möglich. 

Beim Referendum dürfen sich deutsche Staatsbürger ab 16 Jahren beteiligen, die seit mindestens drei Monaten in Hamburg wohnen. Bis spätestens zum 27. Mai sollten die Unterlagen in einen Briefkasten eingeworfen werden, damit sie rechtzeitig zum 31. Mai um 18.00 Uhr ankommen. Die Stimmen werden an dem Sonntagabend ausgezählt und das vorläufige Ergebnis wird bekanntgegeben. 

NRW legt vor

Bei Bürgerentscheiden in Nordrhein-Westfalen über Hamburgs Konkurrenten aus der Region „KölnRheinRuhr“ haben sich laut vorläufigem Endergebnis 66,0 Prozent für eine Bewerbung ausgesprochen. In München hatten in einem Referendum im Oktober vergangenen Jahres 66,4 Prozent für eine Bewerbung als Austragungsort votiert. Berlin verzichtet aus verfassungsrechtlichen Gründen auf ein Referendum und lässt das Abgeordnetenhaus abstimmen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bewertet alle Kandidaten mit Hilfe einer Matrix, in der auch die Bürgerentscheide mitberücksichtigt werden. Am 26. September soll entschieden werden, welches der vier Konzepte für Deutschland ins internationale Bewerbungsverfahren geht.

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