Aggressiv und betrunken: Himmelpfortener sorgt in Stadermoor für Ärger
Die Stader Polizei konnte den aggressiven Mann nur mit Handfesseln transportieren. (Symbolbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Ein betrunkener Autofahrer hielt die Stader Polizei auf Trab: Erst suchte er Streit mit einem Arbeitskollegen. Als die Beamten eintrafen, belog er sie - und versuchte zu flüchten.
Stade. Am Donnerstagabend wurde die Polizei gegen 20.50 Uhr nach Stadermoor gerufen. Wie die Polizei mitteilt, sei dort ein alkoholisierter Mann mit seinem Auto bei einem Arbeitskollegen aufgetaucht und habe Streit gesucht.
Als die Polizei vor Ort eintraf, habe der Verdächtige zunächst behauptet, kein Deutsch zu sprechen. „Zeugen vor Ort konnten dies jedoch schnell widerlegen“, sagt Polizeisprecher Matthias Bekermann. Die Beamten identifizierten den Mann als 38-jährigen Himmelpfortener, der augenscheinlich unter erheblichem Alkoholeinfluss stand. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2,5 Promille, so Bekermann.
Aggressiver Himmelpfortener versucht zu flüchten
Da der Himmelpfortener zunehmend aggressiv wurde, legten die Beamten ihm Handfesseln an, bevor sie ihn in den Streifenwagen setzten. Im Wagen habe der 38-Jährige lautstark behauptet, dass er sich mit dem Recht auskenne und die Polizei ihre Maßnahmen gar nicht durchführen dürfe.
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Kurz darauf habe der Mann versucht, aus dem Streifenwagen zu flüchten. Die Beamten konnten ihn laut Polizeiangaben jedoch unmittelbar am Fahrzeug zu Boden bringen und fixieren. Nur unter massivem Widerstand und mit Unterstützung einer zweiten Funkstreife konnten die Beamten den aggressiven Mann erneut in den Wagen setzen.
Da sich der Mann nach unter Zwang entnommenen Blutproben nicht beruhigte, verbrachte er die Nacht im Polizeigewahrsam.
Alkoholisierter Mann zuvor in Unfall verwickelt
Im Zuge der Ermittlungen fand die Polizei heraus, dass der Mercedes des Mannes nicht versichert war. Zudem habe ein 61-jähriger Autofahrer der Polizei am selben Abend mitgeteilt, dass der Himmelpfortener bereits gegen 18.15 Uhr einen Auffahrunfall auf der B73 verursacht habe und geflohen sei.
Laut Polizeisprecher Bekermann gehe man davon aus, dass der Verursacher bereits beim Unfall alkoholisiert war und weshalb die Polizei eine Rückrechnung des Blutalkoholwertes verlasst habe. Den 38-Jährigen erwarten nun zahlreiche Ermittlungsverfahren. (sb/pm)
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