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Bewohner ertappt Einbrecher auf frischer Tat

In Seevetal (Landkreis Harburg) wollte ein Einbrecher auf Diebestour gehen - doch der Bewohner war zu Hause.

In Seevetal (Landkreis Harburg) wollte ein Einbrecher auf Diebestour gehen - doch der Bewohner war zu Hause. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Ein Einbrecher will in Seevetal (Landkreis Harburg) Beute machen - doch er macht die Rechnung ohne den Hausbewohner.

Von Redaktion 29.08.2026, 11:00 Uhr
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Landkreis Harburg. Der Dieb ist am Donnerstag (27. August), kurz nach 10 Uhr, in ein Haus im Triftweg in Seevetal-Glüsingen (Landkreis Harburg) eingebrochen. „Durch eine offene Terrassentür schlich er sich ins Wohnhaus“, berichtet der Sprecher der Polizeiinspektion Harburg, Jan Krüger.

Dort wurde er von einem Bewohner überrascht. Der Mann sprach den Einbrecher an. Dieser gab an, Kaufinteresse an einem Fahrzeug zu haben. Anschließend verließ er das Haus.

Polizeibekannter 63-Jähriger wird gestellt

Polizisten konnten den Mann jedoch anhand der Beschreibung wenig später in Seevetal-Meckelfeld aufgreifen. „Es handelte sich um einen 63-Jährigen, der bereits mehrfach mit ähnlichen Delikten in Erscheinung getreten ist“, sagt Jan Krüger. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Auf frischer Tat ertappt: Soll ich den Einbrecher stellen?

Versuchen Sie nicht, Einbrecher zu überwältigen, rät das Netzwerk „Zuhause sicher“, in dem Polizei und Kommunen, Betriebe und Versicherer zum Einbruchschutz beraten.

Einbrecher stehen vermutlich unter Anspannung - sie wollen schließlich nicht ertappt werden. Stellt man sich ihnen in den Weg, kann das zu einer Kurzschlussreaktion führen, so das Netzwerk: „Fühlen sie sich in die Enge getrieben, könnten sie ihr Einbruchwerkzeug, meist einen Schraubendreher, als Waffe einsetzen.“

Sicherer ist es daher bei einem Aufeinandertreffen, Einbrecher entkommen zu lassen und sich möglichst viele Merkmale einzuprägen, die der Polizei bei den Ermittlungen helfen könnten. Etwa Aussehen und Größe der Person, Fluchtrichtung und ob ein Auto benutzt wurde - im besten Fall sogar Infos zum Fluchtfahrzeug wie dessen Farbe, Marke und Kennzeichen.

Was mache ich dann?

Egal ob ein Einbrecher ertappt wird und flüchtet oder man einen schon beendeten Einbruch nach der Rückkehr nach Hause bemerkt: Erst mal die Wohnung oder das Haus verlassen, sodass man keine Spuren zerstört, die der Polizei Hinweise geben könnten.

Dann die Ermittler unter der 110 rufen. Wichtig: Erst wenn die Polizei die Wohnung wieder freigegeben hat, darf man aufräumen.

Zudem kann man schon mal seine Versicherung verständigen, um zu klären, welches Vorgehen diese sich wünscht. Es kann etwa sein, dass man vor dem Aufräumen Fotos machen muss, die der Versicherung helfen, den Schaden einzuschätzen.

Wer nun Ängste verspürt, kann Hilfe benötigen. Ansprechpartner ist der Opferschutz der Polizei, so das Netzwerk „„Zuhause sicher“. Auch manche Hausratversicherungen vermitteln psychologische Beratungen. (set/dpa)

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