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Blaulicht

Senioren am Steuer: Moped übersehen, Gas und Bremse verwechselt

Die Feuerwehr sicherte am Freitag die Unfallstelle auf dem Parkplatz des Loxstedter Rathauses.

Die Feuerwehr sicherte am Freitag die Unfallstelle auf dem Parkplatz des Loxstedter Rathauses. Foto: Feuerwehr/Schmonsees

Sie sind 88 und 90 Jahre alt und ihre Fahrfehler folgenschwer: In Loxstedt werden drei Menschen verletzt, darunter ein Jugendlicher. In Bremervörde endete eine nächtliche Vermisstensuche glücklich.

Von Redaktion 28.08.2026, 17:35 Uhr
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Landkreis Cuxhaven. Auf dem Parkplatz des Loxstedter Rathauses (Kreis Cuxhaven) fuhr am Freitag ein 90-jähriger Autofahrer gegen einen Baum. Er und seine 88-jährige Beifahrerin wurden verletzt. Der Fahrer hatte gegen 9.40 Uhr Brems- und Gaspedal verwechselt.

Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung leisteten Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, so Daniel Schmonsees, Sprecher der Gemeindefeuerwehr Loxstedt.

88-jähriger Autofahrer übersieht Moped – 16-Jähriger verletzt

Ebenfalls in Loxstedt sind am Donnerstag gegen 14.30 Uhr ein Pkw und ein Moped kollidiert. Das berichtet der Sprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, Stephan Hertz.

An der Einmündung Düringer Straße/Seerosenstraße wollte ein 88-jähriger Loxstedter mit seinem Auto nach links abbiegen. „Dabei übersah er den ihm entgegenkommenden jugendlichen Mopedfahrer“, sagt Hertz. Durch den Zusammenstoß wurde der 16-Jährige leicht verletzt. Beide Fahrzeuge waren laut Cuxhavens Polizeisprecher nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Das war nicht der einzige Polizeieinsatz im Landkreis Cuxhaven.

Polizei kontrolliert Trecker- und Rollerfahrer

Am Donnerstag kontrollierte die Polizei Verkehrsteilnehmer in verschiedenen Orten im Landkreis Cuxhaven. Dabei stellten die Beamten einige Fahrer, die für ihre genutzten Fahrzeuge nicht die richtige Fahrerlaubnisklasse vorweisen konnten oder gar keine Fahrerlaubnis besaßen.

  • Gegen 12:25 Uhr kontrollierten die Beamten in Debstedt ein 16-Jährigen, der mit einer landwirtschaftlichen Zugmaschine unterwegs war. Das Fahrzeug wies eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 50km/h auf. Der Jugendliche war im Besitz der Fahrerlaubnisklasse T. „Diese beschränkt jedoch die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs für den Jugendlichen auf maximal 40 km/h“, erklärt der Cuxhavener Polizeisprecher. Erst im Alter von 18 Jahren hätte der Jugendliche die Landmaschine fahren dürfen.
  • Gegen 18 Uhr geriet ein 31-jähriger Mann mit seinem Kleinkraftrad in eine Kontrolle in Bederkesa. „Er war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis“, teilt Hertz mit.
  • In Mittelstenahe kontrollierte die Polizei gegen 20 Uhr ein 36-jährigen Mann aus Neu Wulmstorf. Dieser war ebenfalls nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Großsuche nach Senior in Bremervörde

Von einer erfolgreichen Personensuche in der Nacht zum Freitag berichtet die Feuerwehr Bremervörde im Internet. Aus einem Seniorenheim sei eine Person als vermisst gemeldet worden. Feuerwehren und DRK waren gegen 1.45 Uhr alarmiert worden.

Die Drohnenstaffel des DRK suchte aus der Luft. Die Feuerwehr Bremervörde setzte ihr geländegängiges Quad bei der Suche ein. Das „All-Terrain-Vehicle“, kurz ATV, sei in einem Suchgebiet zum Einsatz gekommen, „in dem die Drohnen aufgrund von Bäumen nicht suchen konnten“. Parallel seien zudem Mantrailer-Suchhunde eingesetzt worden.

Dann die glückliche Meldung: Die Besatzung des ATV entdeckte die vermisste Person gegen 3.15 Uhr im Bürgerpark - „wohlauf“, so die Feuerwehr in ihrem Bericht. (set/axt)

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N
Nicole Wriede
28.08.202617:02 Uhr

Stefan Wriede schreibt:

Ich bin 56J und seit 38j im Strassenverkehr aktiv.
In den ersten 8 Jahren brauchte ich dreimal zumindest einen Sehtest:
1988: für das Auto, damals Kl 3
1995: fürs Motorrad damals 1a
1997: umschreiben von 1a in 1.
Seitdem ist es egal ob ich blind, taub oder die Reaktion für den strassenverkehr habe oder eben nicht mehr. Ja, bin für weniger Bürokratie, ABER in dem Fall mit der älter werdenden Gesellschaft muss hier endlich etwas geschehen. Freiwilligkeit Recht nicht, es geht hier um Gefahr für Leib und Leben.
Mfg

Ulla Bowe antwortete am
29.08.202612:45 Uhr

Was sollte die Autofahrern/-fahrerinnen davon abhalten,selbst tätig zu werden,anstatt auf bürokratische, gesetzliche Regelungen zu warten.
Ich halte es damit so:.
Erste-Hilfe-Kenntnisse können problemlos und kostengünstig aufgefrischt werden,Fahrschulen würden ebenfalls gerne Feedback-Fahrten mit Interessierten unternehmen und Sehtests werden bei jedem Optiker angeboten,sofern man im Alter nicht sowieso seine Augen regelmäßig kontrollieren lässt. Außerdem ist ein ehrliches Gespräch mit dem/der Hausarzt/-ärztin über dessen Einschätzung zur Fahrtauglichkeit aufgrund des Vitalitäts-Zustandes der Patienten/-innen anlässlich der regelmäßigen Gesundheits-Checks jederzeit möglich.
Das erhöht das Gefühl der Eigenverantwortung und der Staat setzt sich nicht zusätzlich dem schon zur Genüge vorhandenen Anschein eines repressiven Charakters gegenüber seinen Bürgern und Bürgerinnen aus.
Michael Bowe

C
Carl-Heinz Thor Straten Wolf antwortete am
29.08.202608:51 Uhr

Wie Sie sehr gut erkannt haben ist ein Test eine Momentaufnahme, also fraglich ob auf Dauer auch nützlich egal ob jung oder alt.

J
Jochen Mextorf antwortete am
28.08.202619:52 Uhr

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ohne Altersbeschränkung.

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