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Brand in Mehrfamilienhaus in Stade – 75.000 Euro Schaden

Ein Passant hatte die Flammen in der Zeppelinstraße gesehen und den Wohnungsbewohner durch Klingeln geweckt.

Ein Passant hatte die Flammen in der Zeppelinstraße gesehen und den Wohnungsbewohner durch Klingeln geweckt. Foto: Polizei

Großeinsatz in Stade: Auf der Terrasse eines Mehrfamilienhauses in der Zeppelinstraße brennt es. Die Flammen breiten sich rasch aus.

Von Redaktion Freitag, 10.04.2026, 11:46 Uhr

Stade. „Bei dem Brand im Mehrfamilienhaus wurde ein Bewohner verletzt“, teilt der Pressesprecher der Feuerwehr Stade, Stefan Braun, mit. Der Brandschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf circa 75.000 Euro.

Feuer greift auf Küche über

Um 23.15 Uhr am Donnerstagabend (9. April 2026) ging bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Notruf ein. Gemeldet wurde ein Brand auf der Terrasse eines Mehrfamilienhauses in der Zeppelinstraße.

Nach Angaben des Stader Polizeisprechers Rainer Bohmbach hatte ein Verkehrsteilnehmer die Flammen gesehen und den Brand gemeldet. Er klingelte auch den 71-jährigen Wohnungsinhaber aus dem Bett.

Ein Feuerwehrmann löscht den Brand in dem Mehrfamilienhaus in der Zeppelinstraße. Foto: Feuerwehr

Ein Feuerwehrmann löscht den Brand in dem Mehrfamilienhaus in der Zeppelinstraße. Foto: Feuerwehr Foto: Feuerwehr

Sofort wurde der Zug II der Stader Feuerwehr alarmiert und an die Einsatzstelle entsandt. „Bei Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich heraus, dass das Feuer durch ein zerbrochenes Fenster bereits auf die Küche der Erdgeschosswohnung übergegriffen hatte“, sagt Braun. Der 71-Jährige hatte sich bereits Verletzungen an den Händen zugezogen, weitere Bewohner, größtenteils ältere Menschen, waren dabei, sich ins Freie zu retten.

„Massenanfall an Verletzten“ ausgelöst

Die Alarmstufe wurde erhöht und der Zug I dazu alarmiert. Außerdem löste die Leitstelle MANV-Alarm (Massenanfall an Verletzten) aus, so dass sich die Besatzungen von insgesamt sieben Rettungswagen, ein Notarzt und der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes um den Verletzten und acht weitere Betroffene kümmern konnten.

Ein Stader Feuerwehrmann untersucht den über der Brandstelle liegenden Balkon auf mögliche Schäden.

Ein Stader Feuerwehrmann untersucht den über der Brandstelle liegenden Balkon auf mögliche Schäden. Foto: Feuerwehr

Die Bewohner des betroffenen Hauses hatten teilweise das Gebäude bereits verlassen, die restlichen Wohnungen wurden sicherheitshalber vorläufig geräumt.

Der verletzte Mann wurde vor Ort erstversorgt und dann in das Elbe Klinikum Stade gebracht, die anderen Bewohner wurden wegen einer möglichen Rauchvergiftung untersucht. Sie waren jedoch unversehrt und warteten im Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr darauf, wieder in ihre Wohnungen zurückkehren zu können.

Polizei ermittelt zur Brandursache

Die Feuerwehrleute löschten das Feuer und suchten die Umgebung der Brandstelle, einschließlich des darüber liegenden Balkons, mit einer Wärmebildkamera auf mögliche Glutnester ab. Mit Lüftern wurde das Gebäude von Rauch befreit.

„Durch den Brand wurden die Fassade, zwei Fensterscheiben und mehrere Räume durch Verrußung erheblich beschädigt“, sagt Rainer Bohmbach. Polizeibeamte aus Stade haben vor Ort die ersten Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. „Genaue Ergebnisse werden aber erst nach den Recherchen der Brandexperten der Polizeiinspektion Stade erwartet“, so Bohmbach. Diese sollen in den kommenden Tagen anlaufen. (set)

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