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Frau stürzt im Hamburger Hauptbahnhof vor S3 – verletzt

Eine Frau ist am Hamburger Hauptbahnhof vor eine ausfahrende S3 gestürzt (Symbolbild).

Eine Frau ist am Hamburger Hauptbahnhof vor eine ausfahrende S3 gestürzt (Symbolbild). Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Die S-Bahn in Richtung Neugraben fährt am Hamburger Hauptbahnhof an - plötzlich fällt eine Frau von der Bahnsteigkante. Und die nächste S-Bahn rollt schon ein.

Von Redaktion Freitag, 10.04.2026, 09:30 Uhr

Hamburg. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg soll es am Donnerstag, 9. April 2026, gegen 16.49 Uhr zu einem Gleissturz am Gleis 3 des Hamburger Hauptbahnhofes gekommen sein.

Frau stürzt von der Bahnsteigkante

Eine 51-jährige Frau soll demnach – ohne Fremdeinwirkung – auf dem Bahnsteig gestürzt und anschließend gegen eine aus dem Hauptbahnhof ausfahrende S-Bahn (S3 in Richtung Neugraben) gefallen sein. Dabei soll sie zwischen der S-Bahn und der Bahnsteigkante in den Gleisbereich gerutscht sein.

Zeugen verhindern Schlimmeres

„Aufmerksame Bahnreisende erkannten die Gefahrenlage“, berichtet der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hamburg, Woldemar Lieder. Denn gegen 16.50 Uhr fuhr bereits die nächste S-Bahn ein. Mit Armbewegungen machten die wartenden Fahrgäste den Triebfahrzeugführer auf die Gefahrensituation aufmerksam. Er leitete sofort eine Schnellbremsung ein.

Die S-Bahn blieb wenige Meter vor der Frau stehen.

Die Bahnreisenden meldeten den Unfall umgehend. Alarmierte Kräfte der Bundespolizei und der Feuerwehr erreichten den Einsatzort. Die S-Bahn-Strecke wurde gesperrt und der Strom im betroffenen Bereich abgeschaltet. Bundespolizisten sperrten den Bahnsteig zu den Gleisen 3 und 4.

Verletzte Frau ins Krankenhaus eingeliefert

Bundespolizisten sowie Mitarbeiter der DB Sicherheit retteten die Frau aus den Gleisen. „Sie war ansprechbar und wurde im weiteren Verlauf durch eine Rettungswagenbesatzung sowie durch einen Notarzt versorgt“, teilt der Polizeisprecher mit. Die gerettete Frau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich gewesen.

Fahrer unter Schock

Der Triebfahrzeugführer der einfahrenden S-Bahn wurde durch die Bundespolizei zunächst betreut und musste seinen Dienst abbrechen. Er wurde anschließend an den Notfallmanager der S-Bahn übergeben.

Beamte der Bundespolizei befragten mehrere Fahrgäste, die das Geschehen am Bahnsteig miterlebt hatten. „Nach Auswertung der Zeugenbefragungen und der Aufnahmen entsprechender Überwachungskameras kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden“, sagt Lieder. Hinweise auf einen Suizidversuch lägen nicht vor. Die Ursache für den Sturz ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Gegen 17:25 Uhr wurden die Einsatzmaßnahmen am Bahnsteig durch die Bundespolizei beendet und die Unfallstelle an den Notfallmanager der S-Bahn übergeben. (set)

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