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Falsche Helfer: Hauseigentümer entgehen nur knapp Abzocke über 2000 Euro

Wenn Sie Unterstützung im Garten benötigen, sollten Sie immer Anbieter prüfen und Preise vergleichen, rät die Polizei Stade. (Symbolbild)

Wenn Sie Unterstützung im Garten benötigen, sollten Sie immer Anbieter prüfen und Preise vergleichen, rät die Polizei Stade. (Symbolbild) Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Gleich zwei Mal waren am Wochenende unseriöse Gartenhelfer unterwegs. Ein Senior in Himmelpforten vertrieb einen vermeintlichen Betrüger selbst. Hauseigentümer in Estorf brauchten Hilfe der Polizei.

Von Redaktion Montag, 23.03.2026, 05:50 Uhr

Oldendorf-Himmelpforten. Am Wochenende haben sich gleich zwei Mal vermeintliche Helfer als Menschen mit betrügerischen Absichten entpuppt. Die Polizei warnt und gibt Tipps, wie Sie sich vor der Betrugsmasche schützen können. Am Samstagvormittag, 21. März, hat sich ein 79-jähriger Mann aus Himmelpforten bei der Polizei gemeldet. Er berichtete den Beamten von einem Mann, der ihm Reinigungsarbeiten an seiner Grundstücksauffahrt angeboten habe. Trotz der versprochenen „achtjährigen Garantie“ willigte der ältere Herr nicht in die Arbeiten ein. Der unseriöse Handwerker soll daraufhin seine Arbeit mit dem Hochdruckreiniger trotzdem aufgenommen haben. Er habe das Grundstück erst nach mehrfacher und deutlicher Ermahnung verlassen, berichtet die Polizei Stade.

Mutmaßliche Betrüger auch in Estorf unterwegs

Am selben Tag sind ein 24-jähriger und ein 25-jähriger Mann aus Bremerhaven in Estorf mit betrügerischen Dienstleistungen aufgefallen. Gegen Mittag hätten sie Reinigungsarbeiten an der Auffahrt eines Wohnhauses durchgeführt. Anschließend hätten die Männer für vier Stunden Arbeit 2100 Euro verlangt. Die betagten Auftraggeber riefen daraufhin die Polizei, wie Sprecher Matthias Bekermann schildert. Die Beamten konnten die Barzahlung des geforderten Betrags verhindern. Die Hauseigentümer hätten lediglich 200 Euro bezahlt. Den Rest werden sie erst nach Prüfung einer korrekten Rechnung überweisen.

Angebote an der Haustür nicht einfach annehmen

Marlin Heintsch, Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Stade, mahnt Hauseigentümer dazu, nicht einfach unangekündigte „Angebote an der Haustür“ anzunehmen. Diese seien in der Regel unseriös und stünden häufig im Zusammenhang mit Betrugsdelikten. Schlimmer noch: Die vermeintlichen Dienstleister würden nicht nur überhöhte Preise nehmen, sondern sich eventuell auch Zugang zum Haus verschaffen, um dort Wertgegenstände zu entwenden.

Die klare Empfehlung von Marlin Heintsch: „Lehnen Sie solche Angebote konsequent ab. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und gehen Sie auf keinerlei spontane Vereinbarungen ein.“ Wer Unterstützung im Garten benötige, sollte vorab recherchieren und sich „in Ruhe“ ein geeignetes Unternehmen aussuchen. (pm/dh)

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