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Achtung, Betrug! Stader Polizei warnt vor neuer Masche

Betrüger tauschen im Kreis Stade die Rechnungsdaten in E-Mails aus, warnt die Stader Polizei. So läuft die Masche ab. (Symbolbild)

Betrüger tauschen im Kreis Stade die Rechnungsdaten in E-Mails aus, warnt die Stader Polizei. So läuft die Masche ab. (Symbolbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa

Rechnungen per E-Mail manipuliert, Geld weg: Im Landkreis Stade ermittelt die Polizei in mehreren Fällen wegen BEC-Scams. Wie Sie sich vor dieser miesen Masche schützen.

Von Redaktion Freitag, 13.03.2026, 11:15 Uhr

Landkreis. „Immer häufiger werden Rechnungen aus E-Mails manipuliert“, sagt Polizeisprecher Matthias Bekermann. Es gebe mehrere Fälle in der Region.

Beispielsweise habe ein Gewerbebetrieb aus dem Landkreis ein Auto für 40.000 Euro verkauft. Allerdings wurde die Rechnung an den Kunden manipuliert, so der Polizeisprecher. Das Geld sei an ein falsches Konto, wahrscheinlich eines Mittelsmannes, überwiesen worden. Die Ermittlungen laufen.

BEC-Scam (Business-E-Mail Compromise) lassen sich schwer erkennen, weil sie in der Regel ohne Malware oder schädliche Links auskommen, die von einer Cyberabwehr, beispielsweise einem Virenschutzprogramm, erkannt werden können.

So läuft ein BEC-Scam ab

So gehen die Betrüger bei einem BEC-Scam vor:

  • Sie fangen die echte Mail ab.
  • Anschließend ändern die Täter die Kontoverbindung (IBAN und Bankname) in der E-Mail, beispielsweise bei Rechnungen von Werkstätten und Handwerksbetrieben.
  • Die manipulierte E-Mail mit der falschen Rechnung wird an den ursprünglichen Empfänger weitergeleitet.
  • Für den Betroffenen wirkt alles täuschend echt, da E-Mailadresse und die E-Mail selbst unverändert bleiben. Die Überweisung mit dem Geld geht jedoch an die Betrüger.
  • Oft geht es dabei um hohe Geldbeträge.

So könnt Sie sich vor BEC-Scam schützen

  • Überprüfen Sie die Kontoverbindung immer genau.
  • Vergleichen Sie die Daten mit älteren Rechnungen.
  • Seien Sie bei einer Änderung der Bankverbindung besonders aufmerksam, vor allem bei ausländischen Konten.
  • Wenn Sie sich unsicher sind: Rufen Sie das Unternehmen an und fragen Sie nach.
  • Bestätigt sich der Betrugsverdacht, kontaktieren Sie umgehend die Polizei und versuchen Sie sofort, bereits getätigte Überweisungen bei Ihrer Bank rückgängig zu machen. (fe/pm)

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