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Wieder Welle an Betrugsanrufen in Stade

Alle Seniorinnen und Senioren in Stade erkannten die Betrugsmasche.

Alle Seniorinnen und Senioren in Stade erkannten die Betrugsmasche. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa

In mindestens 15 Fällen klingelt bei Stader Senioren das Telefon: Die Betrüger spielen mit der Angst.

Von Redaktion Donnerstag, 05.03.2026, 16:35 Uhr

Landkreis. Am vergangenen Freitag sowie am Montag dieser Woche ist es in Stade erneut zu einer größeren Menge an Betrugsanrufen gekommen. Mindestens 15 Anrufe von „falschen Polizisten“ seien von älteren Bürgern und Bürgerinnen angezeigt worden, warnt Stades Polizeisprecher Rainer Bohmbach.

„Zum Glück waren die Seniorinnen und Senioren alle aufmerksam und bereits über diese Betrugsmasche informiert“, so Bohmbach. Alle hätten aufgelegt, ohne sich auf die Anrufe einzulassen. Zu einem finanziellen Schaden sei es daher nicht gekommen.

Trickbetrüger am Telefon: Ruhig bleiben und auflegen

Trickbetrüger am Telefon spielen emotionale Nähe vor oder verängstigen mit Autorität. Und immer bauen sie Zeitdruck auf, um die Angerufenen zu verunsichern und an Geld, Wertsachen oder sensible Daten zu gelangen.

Sie geben sich als Polizei, Staatsanwaltschaft oder auch Klinikpersonal aus, berichten etwa von dramatischen Unfall- oder Haftgeschichten naher Verwandter. Um Konsequenzen abzuwenden, wird unter Zeitdruck die Übergabe von Geld, Zahlungskarten oder Wertsachen verlangt. Durch Rufnummern-Manipulation (Caller-ID-Spoofing) erscheint oft sogar eine echte Behördennummer im Display. Dies ist also definitiv keine Garantie für die Echtheit des Anrufs.

  • Wichtig zu wissen: Geldinstitute oder Behörden fordern am Telefon nie sensible Daten oder die Herausgabe von Wertsachen.

Der Telefonbetrug verursache nicht nur hohe finanzielle Schäden, sondern belaste Menschen psychisch schwer, erklärt die Kriminalprävention. Die Täter passten ihre Maschen immer wieder gezielt an die jeweilige Lebenslage und Verletzlichkeit potenzieller Opfer an.

Wer die Vorgehensweise der Betrüger kennt, dem fällt es wahrscheinlich leichter, sich auch unter vermeintlichem Zeitdruck nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und den faulen Zauber zu enttarnen.

Rainer Bohmbach rät:

  • „Nicht auf Gespräche einlassen, keine Rückfragen beantworten und auflegen.“
  • „Fragen Sie im Zweifelsfall gern bei der Polizei auch unter dem Notruf 110 nach.“
  • „Informieren Sie Ihre Nachbarn, Freunde und Verwandte über diese Betrugsmaschen, damit die Betrüger erfolglos bleiben.“
  • „Jeden Betrugsversuch konsequent der Polizei melden.“

Einbrecher in Buxtehuder Reihenhaus

Bisher unbekannte Einbrecher sind zudem in der Nacht zum Donnerstag gegen 4.30 Uhr in Buxtehude in der Straße Hinter der Linah nach dem Aufhebeln einer Terrassentür im Garten in ein Reihenhaus eingedrungen. „Die Schränke im Wohnzimmer wurden durchsucht“, berichtet Bohmbach.

Der oder die Täter seien am frühen Morgen jedoch offenbar gestört worden. Sie flüchteten den Angaben zufolge mit einer geringen Menge Bargeld als Beute. Der angerichtete Schaden wird auf mehrere Hundert Euro geschätzt.

Wem Verdächtiges aufgefallen sei, der meldet sich beim Polizeikommissariat Buxtehude unter der Telefonnummer 04161/647115. (pm/tip/dpa)

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