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Senior droht in Balje zu ertrinken – Per Rettungshubschrauber nach Hamburg

Lebensgefahr in Balje: Ein Rettungshubschrauber brachte einen 75-Jährigen in ein Hamburger Krankenhaus.

Lebensgefahr in Balje: Ein Rettungshubschrauber brachte einen 75-Jährigen in ein Hamburger Krankenhaus. Foto: Bodo Schackow/dpa

Wären zwei Männer nicht zu Hilfe geeilt, der 75-Jährige aus Freiburg würde vermutlich nicht mehr leben. So dramatisch lief der Vorfall ab.

Von Redaktion Montag, 22.06.2026, 17:45 Uhr

Balje. Am Sonntagabend wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gegen 18.20 Uhr zu einem See in Balje alarmiert, wo ein Mann zu ertrinken drohte. Dem aktuellen Stand der Ermittlungen zufolge befand sich der 75-jährige Freiburger laut Polizei mit seiner Partnerin zum Schwimmen in dem See, als der Senior plötzlich in Not geriet.

Seine Partnerin kam ihm zu Hilfe und machte weitere zufällig anwesende Passanten auf die Notlage aufmerksam. Zwei Männer, 47 und 49 Jahre alt, wurden auf die lebensbedrohliche Situation aufmerksam, sprangen sofort ins Wasser und holten den 75-Jährigen an Land.

Ersthelfer beginnen mit der Reanimation

Da die Männer keinen Puls bei dem 75-Jährigen feststellen konnten, begannen sie umgehend mit der Reanimation. Ein weiterer Mann wählte den Notruf und stellte sich zur Einweisung der Rettungskräfte bereit. Feuerwehr, Rettungsdienst und ein Notarzt übernahmen kurz darauf die Reanimation des Verunfallten.

Ein alarmierter Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Hamburger Krankenhaus. Mutmaßlich hatte der 75-Jährige im Wasser ein gesundheitliches Problem bekommen und war dadurch in Not geraten.

Sechs tödliche Badeunfälle von Freitag bis Sonntag

Am vergangenen Wochenende haben die Lebensretter von der DLRG allein von Freitag bis Sonntag deutschlandweit bisher sechs tödliche Badeunfälle erfasst. „Die Befürchtung, dass es wieder zu vielen tödlichen Unfällen kommt, hat sich leider bestätigt“, sagte ein DLRG-Sprecher. Weitere Fälle könnten noch nachgemeldet werden.

Ums Leben kamen den DLRG-Angaben zufolge überwiegend junge Männer: ein 22-Jähriger im Tegernsee und ein 24-Jähriger in einem See im Landkreis Coburg in Bayern, ein 16-Jähriger im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen und ein 53-Jähriger in einem Baggersee in Kleve in Nordrhein-Westfalen, ein 23-Jähriger im Epplesee in Baden-Württemberg sowie ein 29-Jähriger im Wandlitzsee in Brandenburg.

Schon am Donnerstag drei tödlich Verunglückte

Hinzu kommen mehrere Vermisste. So wurde nach drei Männern, die im hessischen Biblis im Rhein gebadet hatten, gesucht. Im rheinland-pfälzischen Altrip wurde ein Schwimmer, der in einem Weiher unterging, vermisst.

Bereits am Donnerstag waren den Erkenntnissen der DLRG zufolge drei Menschen tödlich verunglückt: Demnach wurde ein 61-Jähriger tot aus dem Großen Zernsee bei Potsdam geborgen, ein 76-Jähriger starb im Tinninger See in Bayern und ein 56-Jähriger in der Kiesgrube Roßla in Sachsen-Anhalt. Die DLRG erfasst auch Fälle, bei denen sie nicht selbst im Einsatz war.

Gerade Männer überschätzen sich laut DLRG

Die Lebensretter hatten vergangene Woche dazu aufgerufen, die Gefahren beim Baden und Schwimmen in der Hitze nicht zu unterschätzen. „Wir sehen immer wieder, dass gerade Männer ihre Fähigkeiten überschätzen und Risiken eingehen, die vermeidbar wären“, hatte DLRG-Präsidentin Ute Vogt gesagt. Schon 2025 waren vier von fünf Ertrunkenen laut DLRG männlich (82 Prozent).

Die DLRG empfiehlt, beobachtete Badestellen aufzusuchen und nicht alleine schwimmen zu gehen. Außerdem solle man nicht überhitzt ins Wasser springen, sondern sich vorher abkühlen. (ham/pm/dpa)

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