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Bewusstlose Frauen vergewaltigt? Prozess gegen Berliner

Vor dem Landgericht Berlin beginnt ein Prozess gegen einen 68-Jährigen, der Frauen betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben soll. (Symbolbild)

Vor dem Landgericht Berlin beginnt ein Prozess gegen einen 68-Jährigen, der Frauen betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben soll. (Symbolbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa

Der Kontakt soll über Dating-Plattformen entstanden sein. Später soll der Mann die Frauen betäubt und vergewaltigt haben. Filmaufnahmen werden vor Gericht eine zentrale Rolle spielen.

Von dpa 06.08.2026, 03:35 Uhr
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Berlin. Der 68-Jährige soll die Frauen betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt haben. Heute (9.30 Uhr) beginnt vor dem Landgericht Berlin der Prozess gegen den Berliner, den die Staatsanwaltschaft wegen 22 Fällen in der Zeit von 2016 bis 2022 angeklagt hat. Betroffen seien 14 Frauen. Die Vorwürfe lauten unter anderem Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs. 

Laut Anklage soll der Deutsche, der seit März in Untersuchungshaft ist, die Frauen im Alter von 50 bis 60 Jahren über Online-Dating-Plattformen kennengelernt haben. Mit Schlafmitteln in Kombination mit Alkohol soll der Elektriker sie dann bewusstlos gemacht und vergewaltigt haben. Bei einem Teil der Taten habe er Fotos und Videos aufgenommen, so der Vorwurf. 

Hinweis aus Niedersachsen

Entdeckt wurden diese Aufnahmen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin nach einem Hinweis der Polizei in Verden an der Aller in Niedersachsen. Diese ermittelte wegen ähnlicher Vorwürfe Anfang 2025 gegen einen Mann, der inzwischen gestorben ist. Dieser soll ein Chat-Partner des Berliners gewesen sein, der nun vor Gericht kommt. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wussten die Frauen nichts von den Taten und erfuhren erst im Rahmen der Ermittlungen aufgrund von Videos, was ihnen widerfahren ist. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es insgesamt 58 Betroffene gibt. 10 mutmaßliche Opfer seien bislang nicht identifiziert worden, hieß es bei Anklageerhebung.

Das Landgericht hat für den Prozess bislang 13 Verhandlungstage bis zum 1. Oktober eingeplant. Die Staatsanwaltschaft strebt nach eigenen Angaben neben der Verurteilung des Mannes auch eine Anordnung der Sicherungsverwahrung nach einer Haftstrafe an.

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