Zähl Pixel
Verkehr

Deutsche Bahn muss sparen - auch beim Personal

Bei der Deutschen Bahn (DB) stehen Sparmaßnahmen an.

Bei der Deutschen Bahn (DB) stehen Sparmaßnahmen an. Foto: Sina Schuldt/dpa

Die Deutsche Bahn ist wirtschaftlich schlecht ins laufende Jahr gestartet. Drohen nun personellen Maßnahmen?

Von dpa Samstag, 06.04.2024, 11:30 Uhr

Berlin. Die Deutsche Bahn ist finanziell schwach ins neue Jahr gestartet und will nun vor allem beim Personal sparen. „Vorbereitet werden Maßnahmen zur Ausgaben- und Einstellungssteuerung mit Fokus auf die Konzernverwaltung“, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Einem Medienbericht zufolge soll der Konzernvorstand in der kommenden Woche die Maßnahmen beschließen. „Einige Geschäftsfelder sind bereits vorangegangen“, hieß es.

Damit bezieht sich die Bahn unter anderem auf die Güterverkehrstochter DB Cargo. Das Unternehmen plant aufgrund hoher Verluste eine Umstrukturierung: Um Kosten einzusparen, will DB Cargo unter anderem Teile des Güterverkehrs, besonders im sogenannten kombinierten Verkehr, an Tochterfirmen auslagern. Arbeitnehmer fürchten einen weitreichenden Stellenabbau, was der Vorstand aber bestreitet.

Wie die personellen Maßnahmen in der Verwaltung der Konzernmutter konkret aussehen sollen, wurde zunächst nicht bekannt. „Ganz wichtig ist: Die Investitionen in die Starke Schiene laufen weiter“, betonte die Bahn. Einstellungen im operativen Bereich - also etwa von Lokführern, Zugbegleitern oder Dienstleitern - seien nicht betroffen.

Qualifizierter Einstellungsstopp?

Die Sparmaßnahmen seien notwendig, weil die Bahn „aufgrund externer Faktoren“ wirtschaftlich schlechter ins laufende Jahr gestartet sei als geplant. Gemeint ist vor allem der Tarifabschluss mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), auf den sich beide Seiten nach monatelangem Ringen kurz vor Ostern geeinigt hatten. „Vor diesem Hintergrund bereitet der DB-Konzern einen gemeinsamen Rahmen vor, der sicherstellt, dass auch die Konzernleitung ihren Beitrag leistet“, hieß es.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters plant die Bahn einen qualifizierten Einstellungsstopp, was bedeute, dass Neubesetzungen und vor allem neue Stellen von der Konzernleitung gebilligt werden müssten. Allein im Fernverkehr müssten demnach 250 Millionen Euro eingespart werden, um die Jahresziele zu erreichen. Die Bahn kommentierte den Bericht auf Anfrage nicht.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Porsche verkauft restliche Anteile an Bugatti

Bugatti ist für ultraschnelle und luxuriöse Sportwagen bekannt. Nun verkauft Porsche seine Anteile an dem Unternehmen. Auch eine andere Beteiligung geben die Schwaben auf. Was dahintersteckt.

Zweimonatiger Tankrabatt soll Spritpreis senken

Die Spritpreise sind seit Beginn des Iran-Kriegs stark gestiegen. Die Koalition entlastet Autofahrer. Politiker fordern die Mineralölkonzerne auf, den Tankrabatt an der Zapfsäule weiterzugeben.

Musk: Tesla startet Robotaxi-Produktion

Tesla-Chef Elon Musk sagt, dass Robotaxis mit dem Namen Cybercab den Großteil der Produktion der Firma ausmachen werden. Erste Wagen rollen aus den Fabriken.