Zähl Pixel
Migration

Faeser verlängert Grenzkontrollen bis zum 15. Dezember

Beamte der Bundespolizei kontrollieren Fahrzeuge an einem Grenzübergang zwischen Deutschland und Polen.

Beamte der Bundespolizei kontrollieren Fahrzeuge an einem Grenzübergang zwischen Deutschland und Polen. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

Seit Mitte Oktober kontrolliert die Bundespolizei Grenzgänger zwischen Deutschland und mehreren Nachbarländern. „Diese Maßnahmen wirken“, sagt Innenministerin Faeser - und verlängert sie.

Von dpa Montag, 04.12.2023, 13:15 Uhr

Berlin. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) verlängert die Grenzkontrollen zu Polen, Tschechien und der Schweiz bis zum 15. Dezember. Dies solle in Kürze bei der Brüsseler EU-Kommission gemeldet werden, sagte ein Sprecher in Berlin. Man gehe davon aus, dass die Kontrollen insbesondere an der deutsch-polnischen Grenze auch weiterlaufen sollten.

Grenzkontrollen sind innerhalb des Schengen-Raums eigentlich nicht vorgesehen und müssen in Brüssel gemeldet werden. Faeser hatte die Bundespolizei am 16. Oktober angewiesen, an der Grenze zu Polen, Tschechien und der Schweiz stationäre Kontrollen durchzuführen, so wie es sie seit 2015 bereits an der Landgrenze zu Österreich gibt.

Seit dem 16. Oktober seien an der Grenze zu Polen etwa 3300 unerlaubte Einreisen festgestellt worden und 1100 unerlaubte Einreisen verhindert worden, sagte der Sprecher. „Das heißt, diese Maßnahmen wirken und sie sollen auch aktuell fortgesetzt werden.“ Wenn jemand an der Grenze aufgegriffen wird und deutlich macht, dass er Asyl beantragen will, darf er in der Regel einreisen.

Ziel der Kontrollen insgesamt sei es, „der immer skrupelloseren und immer brutaleren Schleuserkriminalität das Handwerk zu legen“, sagte der Sprecher. So seien an der deutsch-polnischen Grenze in letzter Zeit über 30 Schleuser aufgegriffen worden. Zugleich sei es aus Faesers Sicht wichtig, dass die Verhandlungen zum gemeinsamen europäischen Asylsystem vorangingen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Kiew wirft Budapest Geiselnahme und Diebstahl vor

Zwischen dem als prorussisch geltenden ungarischen Regierungschef Orban und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj gibt es seit langem Spannungen. Nun droht sich der Streit gefährlich hochzuschaukeln.

Was geschah am 6. März?

Tag für Tag gibt es Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, an die erinnert werden soll.

Bundestag beschließt Bürgergeld-Reform

Mehr Druck, härtere Sanktionen: Das Parlament setzt einen Schlusspunkt hinter monatelange Reformdebatten. Auf Millionen Menschen im Bürgergeld kommen Verschärfungen zu.