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Razzia gegen Drogenhändler: Drei Männer festgenommen

Sicherheitsbehörden haben bei Razzien in Norddeutschland und der Schweiz drei mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. (Symbolbild)

Sicherheitsbehörden haben bei Razzien in Norddeutschland und der Schweiz drei mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. (Symbolbild) Foto: Christian Charisius/dpa

Sie sollen den Fruchthandel genutzt haben, um Kokain aus Südamerika über Nordseehäfen nach Europa zu schmuggeln. In Norddeutschland und der Schweiz gibt es Razzien - und es klicken Handschellen.

Von dpa Mittwoch, 17.06.2026, 15:09 Uhr

Hamburg. Bei einem grenzüberschreitenden Einsatz gegen den internationalen Drogenhandel sind in Norddeutschland drei Männer festgenommen worden. Gemeinsam mit sieben weiteren Beschuldigten sollen sie ein Netzwerk aus Importfirmen aufgebaut haben, um Kokain im Tonnenbereich aus Südamerika über europäische Nordseehäfen einzuführen, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg und das Bundeskriminalamt mit.

Die Festnahmen seien bei Razzien in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf Grundlage eines Haftbefehls des Amtsgerichts Hamburg erfolgt. Die sieben weiteren Beschuldigten lebten zumeist ebenfalls in Norddeutschland, aber auch in der Schweiz, hieß es.

Durchsuchungen auch in der Schweiz

Insgesamt seien „in einer koordinierten Aktion mit dem Bundeskriminalamt und mit Unterstützung der Bundespolizei, der Polizei Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und dem Zoll sowie in enger Kooperation mit den schweizerischen Strafverfolgungsbehörden insgesamt 16 Wohn- und Geschäftsgebäude durchsucht“ worden, heißt es in der Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft.

Bei den Razzien seien Vermögenswerte in sechsstelliger Höhe eingezogen worden. Den Angaben zufolge wurde auch umfangreiches Beweismaterial sichergestellt - darunter Mobiltelefone, Computer und Frachtunterlagen.

Die Männer werden demnach beschuldigt, ihre berufliche Stellung im internationalen Fruchthandel für den Drogenschmuggel ausgenutzt zu haben. Neben legalen Firmenstrukturen hätten sie dabei für den Transport des in Containern versteckten Kokains auch Scheinfirmen gegründet.