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Führerscheintausch: Termin-Schwänzer werden zum Ärgernis

Alte Führerscheine verlieren ihre Gültigkeit. Die erworbene Fahrerlaubnis bleibt.

Alte Führerscheine verlieren ihre Gültigkeit. Die erworbene Fahrerlaubnis bleibt. Foto: Sven Hoppe/dpa

Einen Termin beim Amt in Stade zu bekommen dauert mitunter Monate. Jetzt hat der Amtsleiter gleich zwei wichtige Appelle an die Bürger.

Von Redaktion Montag, 02.03.2026, 05:55 Uhr

Stade/Landkreis. Die Frist zum Umtausch des Führerscheins ist am 19. Januar längst verstrichen. Hunderte Bürger im Landkreis dürften noch vor dem zur Pflicht gewordenen Führerscheintausch stehen. Die Zulassungsstelle des Amtes Straßenverkehr in Stade könne zwar tagesaktuell Termine anbieten, allerdings werden zu häufig Termine nicht wahrgenommen. Absage? Fehlanzeige!

Das berichtet Amtsleiter Arne Kramer: „An manchen Tagen sind es bis zu zehn Termine, die wir stattdessen gerne anderen Kundinnen und Kunden angeboten hätten.“ Vor allem weil mittlerweile Wartezeiten entstanden sind.

Termine lassen sich schnell stornieren

Bei dem Versuch, über das Online-Portal der Führerscheinstelle einen Termin zum Umtausch zu vereinbaren, werden aktuell Zeiten im Juni und Juli angeboten. Das ist doch eine ordentliche Wartezeit. Das Landkreis-Amt tauscht jährlich bis zu 8000 Führerscheine um.

Die Verantwortlichen in Stade heben in ihrem Appell dabei hervor: Die Stornierung ist durch einen Klick in der Terminbestätigung sowie in der Terminerinnerung möglich, betonen die Verantwortlichen. Dies gilt auch für andere Terminvereinbarungen neben dem Führerscheintausch.

Arne Kramer, leitet das Amt Straßenverkehr beim Landkreis Stade.

Arne Kramer, leitet das Amt Straßenverkehr beim Landkreis Stade. Foto: Landkreis Stade

Antrag im Kreis Stade per Post einreichen

Im Landkreis Stade kann der Antrag zum Führerscheintausch seit Anfang des Jahres auch postalisch eingereicht werden – ein persönliches Erscheinen ist ausschließlich zur Abholung notwendig. Zahlreiche Kunden nutzen den neuen Service, vergessen dabei aber, ihre zuvor gebuchten Termine für die Antragsstellung wieder zu stornieren, heißt es weiter.

Appelliert wird auch, genau zu geprüfen, ob tatsächlich die Unterlagen für den Führerscheintausch vollständig und korrekt ausgefüllt seien – häufig fehlten das Foto und die Unterschrift.

Das erleichtere die Bearbeitung ungemein, so Arne Kramer. „Nachdem die vollständigen Unterlagen bei uns im Amt Straßenverkehr eingegangen sind, dauert die anschließende Bearbeitung in der Regel vier bis fünf Wochen – das umfasst etwa auch die Führerscheinerstellung in der Bundesdruckerei. Wir kontaktieren die Kundinnen und Kunden, wenn die neuen Führerscheine bei uns eingetroffen sind.“ Dadurch ist das persönliche Erscheinen bei der Führerscheinstelle nur noch zum Abholen erforderlich.

Wer seinen Führerschein tauschen muss

Zuletzt mussten bis Mitte Januar zwischen 1999 und 2001 ausgestellte Führerscheine getauscht werden. Für ältere Führerscheine - die pinken oder grauen Heftchen - waren bereits Fristen abgelaufen. Sie sind damit ungültig. Allerdings bleibt die Fahrerlaubnis weiterhin bestehen.

Ausnahme: Wer vor 1953 geboren ist, hat bis 2033 Zeit für den Umtausch.

Der Landkreis Stade weist auf seiner Webseite darauf hin, dass Inhaber von Papier-Führerscheinen zusätzlich eine Karteikarten-Abschrift ihrer Fahrerlaubnisdaten benötigen (Auszug aus dem lokalen Fahrerlaubnis-Register), wenn der letzte Führerschein nicht im Landkreis Stade ausgestellt wurde. Die kann man kostenlos per Post, per Telefon oder auch online bei der Behörde beantragen, die den Führerschein ausgestellt hat.

Und noch eine Anmerkung: Berufskraftfahrer müssten beim Stader Amt nicht mehrere Termine buchen. Wenn sie mehrere Anliegen erledigen möchten, reiche ein Termin.

Was kostet der Führerscheinumtausch?

Für den Umtausch fallen nach Angaben des Landkreises Stade 30,30 Euro an Gebühren an - inklusive Direktversand. Auch das Geld für das aktuelle Passfoto ist einzukalkulieren. In der Führerscheinstelle kann per EC-Karte gezahlt werden. (sal/tip)

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