Gegen Belästigung: Freibad und Eissporthalle Harsefeld mit Hilfskampagne
Michael Wege und Jessica Jennrich mit dem Plakat: 'Luisa ist hier' ist ab sofort auch in den Samtgemeinde-Sportstätten ein Schlüsselsatz. Foto: Stadtmarketing
Wer sich unwohl fühlt oder belästigt wird, bekommt jetzt noch diskreter Hilfe in Freibad und Eissporthalle in Harsefeld. Grund dafür ist die Kampagne „Luisa ist hier!“
Harsefeld. Wenn nach „Luisa“ gefragt wird, stimmt etwas nicht: So einfach erklärt sich der Code, mit dem insbesondere junge Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum diskret um Hilfe bitten können. Ab sofort sind auch die Harsefelder Eissporthalle und das Freibad Teil dieser bundesweiten Kampagne.
Diskrete Hilfe: Auch im Landkreis Stade
Mit dem Codewort „Ist Luisa hier?“ können sich Gäste, die sich unwohl, belästigt oder bedrängt fühlen, diskret an das Personal teilnehmender Einrichtungen und Lokalitäten wenden und unkompliziert Hilfe erhalten. Die Initiative „Luisa ist hier!“ wurde 2016 vom Frauen-Notruf Münster entwickelt und ist auch im Landkreis Stade bereits in verschiedenen Einrichtungen angekommen.
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Ziel der Kampagne ist es, Betroffenen einen niedrigschwelligen und diskreten Weg zu eröffnen, Hilfe zu erhalten. Wer das Codewort nennt, signalisiert den Mitarbeitenden, dass Unterstützung benötigt wird - ohne die Situation vor anderen erklären zu müssen.
„Übergriffiges Verhalten hat bei uns keinen Platz“
Für Besucherinnen und Besucher des Freibades und der Eissporthalle ist ab sofort anhand von Plakaten und Aufklebern vor Ort erkennbar, dass sie hier im Ernstfall Hilfe erhalten.
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„Mit unserer Teilnahme möchten wir ein klares Zeichen setzen: Übergriffiges Verhalten hat bei uns keinen Platz. Wir hoffen, dass allein die sichtbare Präsenz der Kampagne präventiv wirkt und zu einem respektvollen Miteinander beiträgt“, sagt Michael Wege, Leiter der Eissporthalle und des Freibades in Harsefeld. „Sollte es dennoch zu einer Situation kommen, in der sich jemand unwohl oder bedroht fühlt, möchten wir schnell und unkompliziert helfen“, so Wege weiter.

Das Team des Freibades und der Eissporthalle wurde geschult, um im Ernstfall Hilfe bieten zu können. Foto: Gleichstellung
Damit Betroffene im Ernstfall schnell und angemessen unterstützt werden können, hat die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Harsefeld, Jessica Jennrich, die Mitarbeitenden beider Einrichtungen geschult. Sie wissen, wie sie auf das Codewort reagieren, Betroffene aus der Situation begleiten und weitere Unterstützung organisieren können.
Auch Männer können über das Codewort nach Hilfe fragen
„Selbstverständlich wird auch Jungen und Männern geholfen, die sich in einer unangenehmen Situation befinden“ bekräftigt Jessica Jennrich. Die Mitarbeitenden fühlen sich für die Sicherheit von allen verantwortlich. Zwar könne das Personal im Bedarfsfall das Hausrecht ausüben, vorrangiges Ziel sei jedoch, Betroffenen schnell und sicher aus der belastenden Situation zu helfen.
Mit der Einführung der Kampagne unterstreichen beide Einrichtungen ihren Anspruch, allen Gästen einen sicheren und respektvollen Ort für Sport und Freizeit zu bieten, erklärt das Stadtmarketing Harsefeld in einer Mitteilung. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Kampagne nicht nur im Ernstfall hilft, sondern bereits im Vorfeld dazu beiträgt, grenzüberschreitendes Verhalten zu verhindern. Sichtbare Hinweisschilder machen bereits am Eingang auf das Hilfsangebot aufmerksam.
Wer sich von der Kampagne angesprochen fühlt und diese in der eigenen Einrichtung innerhalb der Samtgemeinde Harsefeld etablieren möchte, wendet sich gerne an die Gleichstellungsbeauftragte Jessica Jennrich unter gleichstellung@harsefeld.de.
Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.luisa-ist-hier.de.
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