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Arbeitsleben

Gewerkschafter: Rente mit 70 wäre „harter Schlag“

DGB-Bezirkschef Harder lehnt eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ab. (Archivbild)

DGB-Bezirkschef Harder lehnt eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ab. (Archivbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Der DGB warnt, eine Rente mit 70 wäre für viele Arbeitnehmer nicht machbar. Was Bezirkschef Harder stattdessen vorschlägt.

Von dpa Dienstag, 09.06.2026, 09:00 Uhr

Hannover. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor einer Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. „Das wäre ein harter Schlag“, sagte DGB-Bezirkschef Ernesto Harder der „Braunschweiger Zeitung“. „Das ist keine Reform, das wäre ein hartes Sparprogramm.“ Der DGB vertrete auch Branchen, „deren Mitglieder gar nicht bis 70 arbeiten können, weil sie das körperlich nicht durchstehen würden“.

Harder argumentierte, die Lebenserwartung steige in Deutschland seit 15 Jahren nicht mehr. „Und vor 15 Jahren gab es die letzte Rentenreform mit einer Steigerung des Eintrittsalters von 65 auf 67 Jahre. Warum soll es also die Rente mit 70 geben?“ Stattdessen forderte Harder, mehr Menschen in die Rentenkasse einzahlen zu lassen, „zum Beispiel Politiker oder Unternehmer“.

Eine Einbeziehung von Beamten in das Rentensystem fordere der DGB dagegen nicht. Das bringe nur dann etwas, wenn man die Bedingungen für Beamte massiv verschlechterte. „Wir machen die eine Ungerechtigkeit nicht mit einer anderen wett“, sagte Harder.

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