Sorgte für Schlagzeilen

„Kleiner, hässlicher Weihnachtsbaum“ soll erhalten bleiben

Holzminden hat seinen „Little Ugly Christmas Tree“ in der Adventszeit lieb gewonnen.

Holzminden hat seinen „Little Ugly Christmas Tree“ in der Adventszeit lieb gewonnen. Foto: Swen Pförtner/dpa

Der etwas karge Weihnachtsbaum hatte über die Region für Schlagzeilen gesorgt. Ein Teil von ihm lebt nun gewissermaßen weiter.

Von dpa 15.01.2026, 12:55 Uhr

Holzminden. Der „kleine, hässliche“ Weihnachtsbaum von Holzminden soll erhalten bleiben. Der auf Englisch als „Little Ugly Christmas Tree“ bezeichnete Nadelbaum in der Stadtmitte hatte in der Adventszeit wegen seines kargen Bewuchses für Schlagzeilen gesorgt. Nun soll die Baumspitze haltbar gemacht und in der Stadt ausgestellt werden.

Das oberste Stück des Baumes soll von einer Künstlerin in Epoxidharz - einer zähen, hart werdenden Masse - eingebettet werden und so zu einem Erinnerungsstück werden. Wo und wann die Baumspitze ausgestellt wird, ist noch offen. Im Raum steht etwa die Tourist-Information der Stadt. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Erst Spott, dann Solidarität

„Die präparierte Baumspitze soll einen Platz im Stadtgebiet erhalten – als sichtbares Zeichen dafür, wie aus einem Element der vorweihnachtlichen Stadtdekoration ein großes Gemeinschaftserlebnis entstehen kann“, sagte die Geschäftsführerin des Stadtmarketings, Michaela Reinecke-Koller.

Nach den ersten Schlagzeilen zu dem kargen, aber schnurgerade gewachsenen Baum hatten viele Bürgerinnen und Bürger Weihnachtsbaumschmuck gespendet. Zuvor hatte es auch Spott für den Baum gegeben. 

Auch Bürgermeister Christian Belke (parteilos) stieg persönlich auf einen Hubsteiger, um den Baum zu verzieren. „Mit viel Kreativität und Herzblut wurde aus dem kleinen Baum ein Symbol für Zusammenhalt und Gemeinschaft“, schrieb die Stadt damals dazu. Das Stadtmarketing nutzte die Aufmerksamkeit um den Baum auch für einen Spendenaufruf für die Tafel.

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