Zähl Pixel
Schifffahrt

Klimaneutraler Umbau: Reedereichefs fordern globale Regeln

Containerschiffe werden am Eurogate Container Terminal im Hamburger Hafen abgefertigt.

Containerschiffe werden am Eurogate Container Terminal im Hamburger Hafen abgefertigt. Foto: Marcus Brandt/dpa

Die Chefs aller wichtigen Containerreedereien haben bei der UN-Klimakonferenz in Dubai konkrete Maßnahmen zur Regulierung des klimafreundlichen Umbaus der Schiffsflotten verlangt. Unter anderem müsse es ein Enddatum für ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betriebene Neubauten geben. Zudem müsse die Weltschifffahrtsorganisation IMO die rechtlichen Voraussetzungen für einen beschleunigten Übergang zu umweltfreundlichen Kraftstoffen schaffen, heißt es in einer am Freitag von Hapag-Lloyd in Hamburg verbreiteten gemeinsamen Erklärung. Die globale Schifffahrt ist für bis zu drei Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich.

Von dpa Freitag, 01.12.2023, 17:25 Uhr

Hamburg/Dubai. Die IMO hatte der Branche im Sommer nach langen Debatten Klimaneutralität bis 2050 auferlegt. Zuvor hatte die Sonderorganisation der Vereinten Nationen dieses Ziel erst bis zum Ende des Jahrhunderts vorgesehen. Die IMO setzt weltweit verbindliche Regeln für die Schifffahrt. Offen ist bislang noch, mit welchem konkreten Regelwerk die IMO das Ziel durchsetzen will. Gleiche Spielregeln sind für die global operierenden Reedereien ein wichtiger Faktor, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.

Getragen wird die Erklärung unter anderem von Rolf Habben Jansen (Hapag-Lloyd), Vincent Clerc (Maersk), Rodolphe Saadé (CMA CGM) und Søren Toft (MSC). Die chinesische Cosco ist als einzige der größten fünf Containerreedereien nicht dabei.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Warum bald nachts Flugzeuge über Hamburg kreisen

Damit Karten und 3D-Modelle von Hamburg möglichst genau dem Original entsprechen, werden Vermessungsflüge über der Stadt gemacht. In den kommenden Wochen können deshalb nachts Flieger zu hören sein.

Meterhohe Eisberge an der Elbe bei Hamburg

Nach Schneefall und Frost türmen sich vor den Toren Hamburgs meterhohe Eisberge an der Elbe. Warum die Eisbrecherflotte jetzt so gefordert ist wie seit Jahren nicht mehr.