Zähl Pixel
Leute

Abschied von Frank N. Furter: „Rocky Horror Picture Show“-Star Tim Curry ist tot

Der Schauspieler Tim Curry ist tot. (Archivbild)

Der Schauspieler Tim Curry ist tot. (Archivbild) Foto: Peter Foley/EPA/dpa

In der Rolle des Wissenschaftlers Frank N. Furter vom Planeten Transsexual wurde er mit der „Rocky Horror Picture Show“ weltberühmt. Nun starb Tim Curry im Alter von 80 Jahren.

Von dpa 26.08.2026, 19:00 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Los Angeles. Der aus der „Rocky Horror Picture Show“ bekannte britische Schauspieler Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf seine Managerin.

Weltweit bekannt wurde Curry vor allem durch seine Rolle als bisexueller, außerirdischer Wissenschaftler in dem Film „Rocky Horror Picture Show“. Das Musical „Rocky Horror Show“, bei dem Curry die Hauptrolle hatte, sorgte 1973 im konservativen Großbritannien wegen dessen sexueller Freizügigkeit für Wirbel. Heute gilt vor allem der zwei Jahre nach der Uraufführung entstandene Film als Kult.

Oft in der Rolle des Bösewichts

Der Schauspieler und Sänger kam 1946 als Timothy James Curry in der Grafschaft Cheshire zur Welt. An der Universität Birmingham studierte er Schauspiel. Nach ersten Erfolgen beim Hippie-Musical „Hair“ wurde Curry von „Rocky Horror“-Erfinder Richard O’Brien für die Hauptrolle in der Show verpflichtet. 

Am 16. Juni 1973 mimte der Mann mit der außergewöhnlichen Singstimme erstmals den Wissenschaftler Frank N. Furter vom Planeten Transsexual, der sich - fast wie sein Namensverwandter Frankenstein sein Monster - einen blonden Lustsklaven schafft. Die spätere Verfilmung machte den Mann mit dem breiten Grinsen weltbekannt.

Dabei war der Brite auch anderweitig tätig. In mehr als 30 Filmen
war Curry zu sehen - meist in der Rolle des Bösewichts: Als
mörderischer Clown in der Verfilmung von Stephen Kings „Es“, als
machtversessener Kardinal Richelieu in „Die drei Musketiere“ oder
als hinterlistiger Hotel-Portier in „Kevin - Allein in New York“.

Superstar am Broadway

Am Broadway gehörte Curry außerdem zu den Superstars. Als Mozart in „Amadeus“ oder als King Arthur in „Spamalot“ feierte er große Erfolge. Auch am Londoner West End stand er regelmäßig auf der Bühne. Obendrein versuchte er sich als Popstar. Doch seine eigenen Alben - „Read My Lips“ (1978), „Fearless“ (1979) und „Simplicity“ (1981) - waren keine kommerziellen Erfolge.

2012 brach Tim Curry in seinem Haus in Los Angeles zusammen: Schlaganfall. Teilweise gelähmt saß der Schauspieler fortan im Rollstuhl und mied teils die Öffentlichkeit. Er arbeitete jedoch weiter als Sprecher. Als die „Rocky Horror Picture Show“ 2016 fürs Fernsehen neu verfilmt wurde, wirkte Curry als Erzähler mit. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie „Vagabond“, die er als Hörbuch einsprach.

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel