Lage in niederländischem Naturgebiet stabil - Warnung in NRW
Die Feuerwehr kämpft immer noch gegen den Brand, die Lage hat sich allerdings stabilisiert. Foto: Roland Heitink/Persbureau Heitink /dpa
Das Großfeuer in einem Naturgebiet in den Niederlanden nahe der Grenze zu Deutschland hat sich nicht weiter ausgebreitet. Entwarnung gibt es bislang nicht. Auf NRW-Seite warnt der Kreis Kleve weiter.
Oostrum/Kleve. Der Großbrand im Naturgebiet im Osten der Niederlande hat sich nach Angaben der Behörden nicht weiter ausgedehnt. Für eine Entwarnung sei es zu früh, aber die Lage sei beherrschbar, sagte der Sprecher der Sicherheitsregion Limburg-Nord, Erik Thijssen, der Deutschen Presse-Agentur. „In der Nacht gab es keine weitere Ausbreitung, die Lage ist stabil“.
Am Morgen sollten erneut Löschhubschrauber der Armee eingesetzt werden. In dem Naturgebiet bei Venray nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen sind hunderte Feuerwehrleute Tag und Nacht im Einsatz.
Auswirkungen auch weiterhin auf Teile von NRW
Der Kreis Kleve im angrenzenden NRW warnte die Bevölkerung auch am Mittwoch weiter wegen anhaltenden Brandgeruchs, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach wie vor sei das gesamte Gebiet des Kreises betroffen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Je nachdem, wo man sich aufhalte und wie der Wind drehe, falle die Belästigung unterschiedlich aus.
Man beobachte die Entwicklung genau. Weiterhin werde keine Gefahr für die Bevölkerung gesehen, die Warnung aber vorsorglich aufrechterhalten. Einsatzkräfte aus NRW zur Verstärkung seien nicht angefordert worden.
Löscharbeiten durch Munitionsreste behindert
Wie lange die Löscharbeiten noch dauern werden, ist Sprecher Thijssen zufolge schwer einzuschätzen. Die Bedingungen seien trotz hoher Temperaturen günstig. Der Wind sei stabil. Am Dienstag hatten die sich ständig drehenden Winde die Löscharbeiten erschwert.
Allerdings werden die Löscharbeiten durch Sprengstoffreste aus dem Zweiten Weltkrieg behindert. Die Feuerwehr kann nach Angaben des Sprechers nur von den Wegen aus löschen. Doch die Brandherde seien über bereits geschlagene Schneisen zu erreichen. Der Sprengstoffräumdienst der Armee wurde eingeschaltet.
Seit Montag wütet das Feuer in dem Naturgebiet, die Ursache ist unbekannt. Rund 100 Hektar sind betroffen. Menschen wurden bislang nicht verletzt und auch keine Gebäude beschädigt. Ein Campingplatz mit 300 Gästen war vorsorglich evakuiert und auch der regionale Zugverkehr eingeschränkt worden.