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Einzelhandel

Mäc Geiz stellt Insolvenzantrag - Filialschließungen möglich

In vielen ostdeutschen Städten gibt es Filialen der Kette Mäc Geiz.

In vielen ostdeutschen Städten gibt es Filialen der Kette Mäc Geiz. Foto: Elisa Schu/dpa

Der Discounter Mäc Geiz hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der Betrieb läuft vorerst weiter. Das Unternehmen beschäftigt knapp 1.200 Beschäftigte.

Von dpa Dienstag, 12.05.2026, 11:40 Uhr

Landsberg. Der Non-Food-Discounter Mäc Geiz ist in finanzielle Schieflage geraten. Die Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle (Saale) gestellt. Dies wurde auf der amtlichen Internetseite Insolvenzbekanntmachungen.de mitgeteilt. Ebenfalls betroffen ist demnach die für die Verwaltung zuständige MTH Retail Services (Germany) GmbH. Zum vorläufigen Sachwalter bestellt wurde der Rechtsanwalt Lucas Flöther. 

Der Geschäftsbetrieb in den gut 180 Filialen soll vorerst weiterlaufen. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei es erforderlich, sich grundlegend neu aufzustellen, teilte Mäc Geiz mit. Dies werde auch Filialschließungen umfassen. Sämtliche Standorte sollen demnach hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation und Profitabilität überprüft werden. Welche Standorte betroffen sein werden, ist noch unklar. Die Beschäftigten erhalten laut Mitteilung für drei Monate Insolvenzgeld. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ berichtet. 

Mäc Geiz ist in Landsberg in Sachsen-Anhalt beheimatet. Die Filialen befinden sich überwiegend in Ostdeutschland. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben knapp 1.200 Beschäftigte. Mäc Geiz verkauft Produkte des täglichen Bedarfs wie Haushaltswaren und Drogerieartikel sowie Schreibwaren. Die Kette konkurriert unter anderem mit Händlern wie Action, Tedi und Woolworth.

Kodi hat Mäc Geiz übernommen

Der Discounter Mäc Geiz begründete den Insolvenzantrag mit der anhaltenden Konsumzurückhaltung der Verbraucher, steigenden Lebenshaltungskosten sowie wirtschaftlichen Unsicherheiten. Ein weiterer Grund sei die Kündigung der Warenkreditversicherung, heißt es aus dem Umfeld des Unternehmens. 

Der Non-Food-Discounter hatte erst kürzlich den Besitzer gewechselt. Die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Kodi gehört, übernahm die Kette. Bisheriger Gesellschafter war die MTH Retail Group mit Sitz in Österreich. Beide Markennamen sollen bestehen bleiben.

Der Einzelhändler Kodi, der sich selbst als Haushaltsdiscounter bezeichnet, hat seinen Firmensitz in Oberhausen. Das Unternehmen betreibt 150 Filialen in westdeutschen Bundesländern, die meisten in Nordrhein-Westfalen.

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