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SPD-Mann Krach attackiert Wegner und setzt auf Sieg

SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach setzt bei der Wahl 2026 auf Sieg und nicht auf Platz.

SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach setzt bei der Wahl 2026 auf Sieg und nicht auf Platz. Foto: Britta Pedersen/dpa

Steffen Krach will das Berliner Rathaus für die SPD zurückerobern. Gut ein Jahr vor der Wahl schießt er schon mal scharf gegen Regierungschef Wegner.

Von dpa Montag, 01.09.2025, 10:25 Uhr

Berlin. Der designierte Spitzenkandidat der Berliner SPD für die Wahl 2026, Steffen Krach, geht mit viel Optimismus und Kampfgeist in den Wahlkampf. „Ich will gemeinsam mit den 18.000 Genossinnen und Genossen hier in Berlin die Hauptstadt für die SPD zurückholen“, sagte er bei seiner Vorstellung. „Ich will gewinnen“, betonte er. „Es geht nicht um Platz zwei oder drei, es geht um Platz eins.“ 

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in der Hauptstadt nach seiner Nominierung attackierte Krach gleich mal den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU), den er bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 herausfordert. „Ich bin der festen Überzeugung, dass Berlin aus dem Roten Rathaus unter Wert regiert wird: träge, ambitionslos und halbherzig“, meinte er. 

Berlins Stimme sei in der Bundespolitik kaum zu hören. Zu vielen Themen beziehe Wegner keine klaren Positionen im Interesse der Berlinerinnen und Berliner. Nach seiner Einschätzung könne Berlin in vielen Bereichen Vorbild sein, so Krach, etwa bei Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, Sicherheit und Sauberkeit oder bei Innovationen. „Und da braucht man mehr Kraft und ein starkes Statement aus dem Roten Rathaus.“ 

Krach, der seit 2021 Regionspräsident in seiner Geburtsstadt Hannover ist und zuvor als Staatssekretär in Berlin wirkte, war in der Vorwoche von den SPD-Führungsgremien nominiert worden. Endgültig zum Spitzenkandidaten gekürt werden soll Krach am 15. November auf einem Parteitag.

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