Sandaufspülungen auf Föhr beendet
Unter anderem am Goting-Kliff wurde Sand aufgespült. (Archivbild) Foto: Christian Charisius/dpa
Rund 12,7 Millionen Euro haben die Sandaufspülungen auf Föhr gekostet. Rechtzeitig vor der Sturmflutsaison wurde die Küstenschutzmaßnahme abgeschlossen.
Nieblum. Die Sandaufspülungen auf Föhr zur Sicherung der Küsten sind rechtzeitig vor Beginn der Sturmflutsaison beendet worden. Seit Mitte Mai sind im Bereich Nieblum (Strand) und Goting-Kliff an der Südküste der Insel auf einer Länge von drei Kilometern rund 475.000 Kubikmeter Sand aufgespült worden, teilte der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) mit. Zudem wurden zwei jeweils 150 Meter lange Buhnen zurückgebaut.
Die Südküste Föhrs verliert den Angaben zufolge pro Jahr rund 62.000 Kubikmeter Sand. Dieser wird seit 1963 durch Sandaufspülungen teilweise ersetzt. Im Bereich Nieblum (Strand) und Goting-Kliff war zuletzt im Jahr 2012 Sand aufgespült worden, damals waren es rund 262.000 Kubikmeter.
Sandaufspülungen als effektive Küstenschutzmaßnahme
„Bereits einige Wochen vor Beginn der Sturmflutsaison 2026/2027 konnten wir jetzt die Arbeiten an der Südküste Föhrs abschließen und die Insel mit zusätzlichem Sand für viele Jahre stärken - gegen die Kraft der Wellen und Sturmfluten“, sagt Dirk van Riesen, Leiter der Abteilung Küstenschutz im schleswig-holsteinischen Umweltministerium. „Die flexiblen Sandaufspülungen haben sich bislang als der effektivste und naturverträglichste Schutz unserer sandigen Küsten erwiesen“, sagte er.
Der Sand für Föhr stammt aus dem Feld „Westerland III“, einer Fläche, die zehn Kilometer westlich vor Sylt liegt. Die Sandaufspülung hat rund 12,7 Millionen Euro gekostet.