Mobilitätskosten

Spritpreise steigen - Diesel wieder über 2 Euro

Tanken ist zuletzt wieder etwas teurer geworden. (Archivbild)

Tanken ist zuletzt wieder etwas teurer geworden. (Archivbild) Foto: Philip Dulian/dpa

Auch E10 legt zu. Der Abstand zwischen den beiden Sorten ist nur noch minimal. Das Ifo-Institut sieht aktuell eine schlechtere Weitergabe des Tankrabatts.

Von dpa 15.05.2026, 10:30 Uhr

München. Zum ersten Mal seit knapp einer Woche ist der Dieselpreis im bundesweiten Tagesschnitt wieder über 2 Euro gestiegen. Ein Liter des Kraftstoffs kostete am Donnerstag im Schnitt 2,002 Euro, wie der ADAC mitteilte. Das waren 1,1 Cent mehr als am Mittwoch. Noch am Dienstag hatte der Kraftstoff mit 1,983 Euro pro Liter ein Zwei-Monats-Tief erreicht. 

Auch Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich leicht um 0,9 Cent. Mit 1,992 Euro pro Liter lag der Kraftstoff am Donnerstag allerdings noch knapp unter der psychologisch wichtigen Zwei-Euro-Marke. Seit seinem Zwei-Monats-Tief am vergangenen Samstag hat sich der Kraftstoff aber bereits um 2,5 Cent verteuert. 

Ifo: Tankrabatt wird wieder weniger weitergegeben 

Das Münchner Ifo-Institut, das die Weitergabe des Tankrabatts durch einen Vergleich mit der Preisentwicklung in Frankreich betrachtet, sieht auf Basis der Preise vom Donnerstag einen Rückgang der Übermittlung. Nachdem am vergangenen Dienstag nicht mehr viel zu einer vollständigen Weitergabe gefehlt habe, sei der Abstand zwischenzeitlich wieder gewachsen und insbesondere bei Diesel deutlich. 

Wie Diesel und E10 preislich zueinander stehen

Derzeit sind Diesel und E10 nur noch einen Cent voneinander entfernt. Auf dem Höhepunkt der Spritpreise rund um Ostern war Diesel zwischenzeitlich um mehr als 25 Cent teurer. Diesel ist in normalen Zeiten eigentlich günstiger als E10, weil es niedriger besteuert wird. Sein Preis reagiert allerdings typischerweise stärker auf Krisen. 

Bei allen genannten Preisen handelt es sich um bundesweite Tagesdurchschnittswerte. Die Preise an einzelnen Tankstellen können unter anderem je nach Region und Uhrzeit stark abweichen. Typischerweise tankt es sich am Vormittag am günstigsten, kurz nach Mittag am teuersten.

Wolfgang Ciminski
16.05.202607:43 Uhr

An langen Wochenenden - bestenfalls mit Brückentagen - steigen die Preise immer. Das hat aktuell und kurzfristig nicht wirklich was mit dem Spritrabatt zu tun. Interessanter sind die Tage danach.

Ist kritische Masse bei der e-Mobilität erstmal erreicht, kommt der Würgegriff statt von der Mineralölindustrie von den Stromerzeugern. Auch da sollte sich niemand irgendwelcher Illusionen hingeben.

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