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Städtische Beschäftigte

Städtische Jobs sind gefragt

Ende 2025 arbeiteten 82.997 Menschen bei der Stadt und ihren Betrieben. (Archivbild)

Ende 2025 arbeiteten 82.997 Menschen bei der Stadt und ihren Betrieben. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

Während es in vielen Bereichen der freien Wirtschaft kriselt, freut sich Hamburg über steigende Bewerberzahlen. Wie reagiert die Stadt?

Von dpa 01.08.2026, 05:55 Uhr
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Hamburg. Deutlich mehr Menschen wollen für die Stadt Hamburg arbeiten. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Senat laut Personalbericht 60 Prozent mehr Bewerbungen als noch 2024. Durchschnittlich waren es 15,4 Bewerbungen je Stelle. „Daran sieht man auch, wie sich der Arbeitsmarkt verändert hat“, sagte der Chef der Senatskanzlei, Jan Pörksen (SPD), bei der Vorstellung des Berichts. Die Bewerber können aus 47 verschiedenen Berufen, darunter auch Beamtenlaufbahnen, wählen. 

Nachfrage im Ausbildungsbereich wächst

Auch im Ausbildungsbereich wuchs das Interesse: Vergangenes Jahr zählte die Stadt rund zwölf Prozent mehr Bewerber als noch 2024, sagte der stellvertretende Personalamtsleiter, Christoph Lucks. 1.448 Nachwuchskräfte wurden demnach 2025 eingestellt. Wer seine Ausbildung oder sein Studium erfolgreich absolviere, werde in der Regel dauerhaft übernommen. 

Zur Auswahl stehen 23 Ausbildungen und neun Studiengänge. Am beliebtesten sei das Fortbildungsprogramm für Absolventen aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit rund 20 Bewerbungen pro Platz - dicht gefolgt vom IT-Programm mit 15 Bewerbungen. Dahinter folgen Ausbildungen bei der Feuerwehr, in der Justiz, in der Verwaltung und bei der Polizei.

Weniger Einstellungen, aber kein Stopp

Um die städtischen Beschäftigten in einem konstanten Verhältnis zu den Einwohnerinnen und Einwohnern zu halten, werde Hamburg mit Blick auf Neueinstellungen künftig „etwas auf die Bremse“ treten, sagte Pörksen. Ein Einstellungsstopp sei aber kein Thema. Von den Beschäftigten waren 12,3 Prozent mindestens 60 Jahre alt. Der absehbare Eintritt dieser Gruppe in den Ruhestand müsse gut vorbereitet sein, sagte der Chef der Senatskanzlei. 

Verdi sieht Daseinsvorsorge gefährdet

Nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi sind die Bedingungen bei der Stadt nicht attraktiv genug, um eine „würdige Daseinsvorsorge für die Menschen dieser Stadt langfristig zu gewährleisten“. Es fehle an allen Ecken und Enden Personal, teilte Gewerkschaftssekretärin Berit Ehmke mit. 

Laut Personalbericht arbeiteten 2025 bei der Stadt und ihren Betrieben 82.997 Menschen. Das entspricht knapp 72.000 Vollzeitstellen. Zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 1.000 Vollzeitstellen. Den größten Aufwuchs gab es demnach im Bildungsbereich, bei den Bezirksämtern und der Polizei.

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