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Klimaanpassung

Umweltminister Goldschmidt empört über Bundeskanzler Merz

Goldschmidt wirft dem Bundeskanzler vor, beim Thema Klima abzutauchen.

Goldschmidt wirft dem Bundeskanzler vor, beim Thema Klima abzutauchen. Foto: Marcus Brandt/dpa

Klimakrise statt Jahrhundertsommer – Goldschmidt kritisiert Merz scharf und wirft ihm Untätigkeit vor. Was steckt hinter der Empörung?

Von dpa 05.08.2026, 11:35 Uhr
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Kiel. Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor dem Hintergrund der Klimakrise mit Hitzetoten Untätigkeit vorgeworfen. „Dieses Achselzucken - angesichts von 10.000 Toten - des Bundeskanzlers, das ist empörend und es ist aus meiner Sicht fast ein Rücktrittsgrund, sich mit diesem Thema nicht zu befassen“, sagte Goldschmidt bei der Vorstellung einer Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels des Landes Schleswig-Holstein.

„Was wir gerade erleben, ist kein Wetter und das ist auch kein Jahrhundertsommer, sondern das ist Klimakrise“ Das Thema laufe in Berlin irgendwie über den Bundesumweltminister. Der Bundeskanzler habe gesagt, er äußere sich irgendwann dazu. „Ich glaube, so kann es nicht weitergehen. Wir müssen das Thema Klimaanpassung und Klimaschutz mit viel stärkerer Dringlichkeit bearbeiten.“

Das Robert-Koch-Institut weise eine Übersterblichkeit in Deutschland wegen der Hitze aus, sagte Goldschmidt. Bis Mitte Juli seien es in diesem Sommer bereits 10.000 Todesfälle. „Das zeigt die Dringlichkeit von Klimaanpassung und Klimaschutz. Mich macht es wirklich fassungslos, und ehrlich empört, wie damit gerade die politische Führung Deutschlands umgeht“, sagte der Minister.

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