Der Kontrolle entzogen

Verfolgungsfahrt über Autobahnen: Polizist schießt auf Auto

Der Mann wollte zunächst nicht anhalten. (Symbolbild)

Der Mann wollte zunächst nicht anhalten. (Symbolbild) Foto: Markus Lenhardt/dpa

Ein Autofahrer flüchtet mit seinem Wagen in Schlangenlinien vor der Polizei. Am Ende fällt ein Schuss. Wie es dazu kam, schildert ein Polizeisprecher.

Von dpa 24.07.2026, 23:35 Uhr

Greding/Schnelldorf. Nach einer Verfolgungsfahrt über die Autobahnen 9 und 6 hat ein Polizist nach Polizeiangaben auf ein Auto geschossen. Der Mann sei mit seinem Wagen auf den Polizisten zugefahren, sagte ein Polizeisprecher im baden-württembergischen Aalen. Verletzt wurde demnach bei dem Einsatz niemand. Die Verfolgungsfahrt habe auf der Autobahn 9 bei Greding im mittelfränkischen Landkreis Roth begonnen. 

Beamte wollten das Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen den Angaben zufolge einer Kontrolle unterziehen, doch der Fahrer entzog sich ihr. „Er ist unter Schlangenlinien und im Zickzack der Polizei davongefahren“, sagte der Sprecher. Es habe der Verdacht bestanden, dass der Mann unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln gestanden habe.

Polizei: Der Polizist schoss aus Notwehr

Die Verfolgungsfahrt setzte sich demnach auf der A6 bis nach Baden-Württemberg fort. Polizisten aus beiden Bundesländern waren an dem Einsatz beteiligt. Im Bereich einer Engstelle nahe der Anschlussstelle Schnelldorf in Mittelfranken - laut dem Polizeisprecher aber schon auf baden-württembergischem Gebiet - konnte das Fahrzeug schließlich gestoppt werden.

Als Polizisten den Mann kontrollieren wollten, fuhr er den Angaben nach mit seinem Wagen auf einen der Beamten zu. Dieser habe aus Notwehr auf das Auto geschossen und es getroffen. Der Fahrer wurde anschließend widerstandslos festgenommen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Was geschah am 25. Juli?

Tag für Tag gibt es Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, an die erinnert werden soll.

Chefankläger des Weltstrafgerichts entlassen

Seit zwei Jahren belastet die Affäre das Gericht mit Sitz in Den Haag schwer. Nun muss Chefankläger Khan seinen Posten räumen. Der Druck auf die Institution dürfte dennoch nicht weniger werden.