Werder geht mit „Messer zwischen den Zähnen“ ins Nordderby
Für Werder-Spieler Bittencourt ist im Abstiegskampf noch alles offen. Foto: Marius Becker/dpa
Ohne Kapitän, aber mit Fan-Power: Werder Bremen zeigt sich entschlossen vor dem Nordderby. Das Duell gegen Hamburg bietet eine große Chance, birgt aber auch ein Risiko.
Köln/Bremen. Nach dem Rückschlag im Abstiegskampf geht Werder mit viel Druck, aber auch Entschlossenheit ins Nordderby gegen den Hamburger SV. „Messer zwischen den Zähnen und rauf auf den Platz“, kündigte Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt für die Bundesliga-Partie am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) an.
Die Bedeutung des Nordderbys auch für die Fans zeigte sich schon rund um das 1:3 im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln. Vor Spielbeginn lenkten die Gästeanhänger unter anderem mit dem Banner „Bremen holt den Derbysieg“ die Aufmerksamkeit auf das anstehende Duell.
Bittencourt: „Es wird bis zum letzten Tag gehen“
Bei nur drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ist das Derby weitaus mehr als nur ein Duell mit viel Prestige. Es ist der Auftakt in den Endspurt um den Klassenerhalt. Mit einem Sieg könnte Werder nach Punkten mit dem HSV gleichziehen. Bei einer Niederlage droht der Sturz auf Rang 16.
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Bittencourt erwartet einen engen Kampf bis zum 34. Spieltag. „Vor sieben Wochen haben wir gegen Pauli verloren, da waren wir gefühlt abgestiegen, danach haben wir zwei Spiele gewonnen, da waren wir gefühlt schon gerettet – es wird bis zum letzten Tag gehen, das wissen wir“, sagte der 32-Jährige.
Derby ohne Kapitän
Trotz Rückhalt von den Rängen gehen die Bremer mit einem großen Nachteil in die Heimpartie im Weserstadion. Wegen seiner Roten Karte beim 1:3 in Köln wird Mannschaftskapitän Marco Friedl am Samstag nicht mit auf dem Platz stehen. „Klar, wenn der Kapitän fehlt, dann tut’s dann auch weh“, sagte Bittencourt.
Friedls Sperre vergrößert Werders Personalprobleme weiter. Trainer Daniel Thioune muss aktuell mehrere Ausfälle in der Mannschaft verkraften.
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