Wie sich die Sonnenfinsternis in Stade zeigte
Die „Sonnensichel“ strahlt im Untergang rötlich über Stade-Schölisch. Foto: Privat
Zahlreiche Schaulustige hofften auf den besonderen Blick nach oben. Auch nach der Sonnenfinsternis lohnt das Aufbleiben am Mittwochabend.
Stade/Hamburg. Bei zumeist klarem Himmel haben Millionen Menschen bundesweit am Mittwochabend eine partielle Sonnenfinsternis beobachtet - auch im Landkreis Stade. Im Maximum sollte die Sonne in der Region zu rund 85 Prozent durch den Mond verdeckt werden.
Das Interesse an dem Himmelsspektakel war groß. Das Wetter spielte größtenteils mit, ein paar Wolken zogen im Landkreis Stade durch. Ein sicherer Blick gen Himmel war nur mit Schutzbrille möglich, das Schauspiel fotografisch einzufangen, blieb eine Herausforderung.
Kurz vor dem Maximum zeigt Esther Martens die partielle Sonnenfinsternis. Foto: Esther Martens/Facebook
Schaulustige bevölkern A26-Brücken
Großer Andrang herrschte im Landkreis Stade unter anderem auf den Autobahnbrücken über die A26. Die Buxtehuder Hobby-Astronomen versammelten sich auf dem 49 Meter hohen Butterberg in Daensen. Auf Balkonen, Dächern und Feldern war ein freier Blick gen Westen notwendig.

Die kleine Wilma (4) versuchte ihr Glück am Abend mit einer selbst gebauten Lochkamera. Foto: Privat

An der Elbe zogen kleine Schleierwolken am Naturschauspiel vorbei. Foto: Robert Michael/dpa
Ende des Spektakels sollte in ganz Deutschland mit dem Sonnenuntergang je nach Ort zwischen etwa 20.30 Uhr und 21 Uhr sein. „Wir sehen durchgehend nicht das Ende der Finsternis, sondern eine Sichel untergehen“, sagte Astronomin Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternenfreunde.

In der Spiegelung einer Disco-Kugel zeichnet sich die Sonnenfinsternis in einer Wohnung in Horneburg ab. Foto: Privat

Via Facebook hat Katrin Han dem TAGEBLATT diesen blutroten Schnappschuss zugesandt. Foto: Katrin Han/Facebook
Sternschnuppen als Zugabe
Zum Schauspiel der Sonnenfinsternis war noch eine Zugabe vorgesehen: Ein Sternschnuppenstrom. Die Perseiden sollten ausgerechnet in derselben Nacht ihren Höhepunkt erreichen, wobei Astronomen mit bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde rechneten. Die besten Beobachtungszeiten sollten die Stunden von 23 Uhr abends bis 4 Uhr morgens sein.

In Hamburg versammelten sich die „Sonnenhungrigen“ auf dem Grünen Bunker am Heiligengeistfeld. Foto: Georg Wendt/dpa
Nach diesen Ereignissen bietet der Himmel über Deutschland bereits in gut zwei Wochen eine partielle Mondfinsternis: Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde erfolgt am 28. August jedoch schon um 4.34 Uhr.
Sonnenfinsternis begeistert in Spanien und Deutschland
Die nächste partielle Sonnenfinsternis in Deutschland ist am 2. August 2027 zu sehen. Eine totale Sonnenfinsternis in Deutschland wird es erst 2081 wieder geben. (tip/dpa)
Haben Sie auch Fotos von der Sonnenfinsternis gemacht? Wir freuen uns über Einsendungen via online@tageblattt.de.
Hinweis der Redaktion: Mit dem Senden Ihrer Bilder erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung in allen TAGEBLATT-Medien einverstanden.

Das Himmelsspektakel mit Blick auf den Hamburger Heinrich-Hertz-Turm. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.