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Nach Angriff auf Frau in Hamburg: Warum der Standort des Wolfs geheim ist

Der in Hamburg eingefangene Wolf verhält sich unauffällig und arttypisch (Symbolbild).

Der in Hamburg eingefangene Wolf verhält sich unauffällig und arttypisch (Symbolbild). Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Der Wolf, der eine Frau in Hamburg verletzte, wurde im Grenzgebiet zu Niedersachsen ausgewildert. Sein aktueller Standort? Bleibt geheim. Warum die Behörden so handeln.

Von dpa Mittwoch, 29.04.2026, 11:00 Uhr

Hamburg. Gut einen Monat nach dem Wolfsangriff in Hamburg soll der jetzige Aufenthaltsort des Tiers geheim bleiben. Sowohl die Behörden in Hamburg als auch in Niedersachsen wollen den Standort nicht bekanntgeben.

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer sagte im Landtag, die Verantwortung für den Wolf liege in Hamburg. „Es ist kein Wolf, der in der Zuständigkeit Niedersachsens besendert worden ist, und auch die Überwachung liegt nicht in der Zuständigkeit Niedersachsens“, sagte der Grünen-Politiker.

Was gegen mehr Transparenz spricht

Schon die Entscheidung, den Wolf wieder freizulassen, habe Hamburg getroffen. Das Tier war Ende März in eine Wildtierstation in Niedersachsen gebracht und Anfang April im südlichen Stadtgebiet von Hamburg wieder ausgewildert worden. Zuvor hatte der Wolf in einer Einkaufspassage in Hamburg-Altona eine Frau verletzt, die dem Tier helfen wollte.

Umweltminister Meyer erklärte weiter, der Standort des Wolfs werde auch deshalb nicht veröffentlicht, da anderenfalls die Gefahr bestehe, dass mögliche Eingriffe wie ein angeordneter Abschuss gestört werden könnten – etwa, wenn Wolfsschützer versuchen würden, entsprechende Maßnahmen zu verhindern.

Wolf ist mehr als 100 Kilometer von Hamburg entfernt

Die Hamburger Umweltbehörde teilte mit, das Tier befinde sich nicht mehr auf Hamburger Stadtgebiet, sondern halte sich mehr als 100 Kilometer davon entfernt auf. Wo genau, ließ die Behörde aber offen – und begründete das mit dem Tierschutz. „Zu genaueren Standorten geben wir aus Tierschutzgründen grundsätzlich keine Auskünfte.“, sagte ein Behördensprecher.

Die „Bild“-Zeitung und der NDR berichteten, das Tier könnte sich im Raum der Lüneburger Heide aufhalten. Meyer sagte indes, der Wolf könne auch auf dem Weg nach Bayern oder Baden-Württemberg sein. „Er ist aber jedenfalls nicht in der Lüneburger Heide, wie es behauptet wird“, sagte der Minister.

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Heiko Kania
29.04.202621:55 Uhr

Gab es denn "den Wolfsangriff im EKZ"?

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Meike Windfuhr
29.04.202613:02 Uhr

?Dass der Standort des Wolfs geheim bleibt, ist nachvollziehbar. Da seit der Auswilderung keine Vorfälle bekannt wurden, scheint die Maßnahme erfolgreich zu sein. Dank der Besenderung wäre ein Auffälligwerden ohnehin sofort registriert worden. Das Ausbleiben negativer Meldungen spricht somit für die Richtigkeit der Entscheidung.

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