Autofahrer erfasst Wolf auf A27 – 10.000 Euro Schaden
Der verletzte Wolf hat sich noch auf einen Grünstreifen zwischen Leitplanke und Wildschutzzaun geschleppt. (Symbolbild) Foto: Polizei
In der Nacht kreuzt das Tier bei Geestland die Autobahn. Es kommt zum Zusammenstoß - mit schweren Folgen für den Wolf.
Geestland. Ein Wolf ist nahe Geestland (Landkreis Cuxhaven) bei einem Zusammenstoß mit einem Auto schwer verletzt worden. Eine Amtstierärztin ordnete an, das Tier aufgrund seiner schweren Verletzungen von einem Jäger erlegen zu lassen, wie die Polizei mitteilte. Der 39-jährige Fahrer blieb demnach unverletzt.
In der Nacht zu Donnerstag kreuzte der Wolf den Angaben zufolge die Autobahn 27 zwischen den Anschlussstellen Neuenwalde und Debstedt. Der Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen und erfasste das Tier, wie es weiter hieß. Der verletzte Wolf habe sich auf einen Grünstreifen zwischen Leitplanke und Wildschutzzaun geschleppt. Ein Jagdberechtigter habe das Tier daraufhin erlegt. Die Polizei schätzt den Schaden auf knapp 10.000 Euro.
Wie verhalten?
T Wenn der Wolf kommt: Hände hoch und groß machen
Kreis Stade: Wolf von Zug erfasst
Die Unfallzahlen mit den Wildtieren in der Region nehmen zu. Im Landkreis Stade ist es Anfang des Jahres zum Zusammenstoß eines Wolfes mit einem Zug gekommen - bis dato ein Novum. Das Tier hatte damals zwischen Himmelpforten und Hammah auf der Bahnstrecke Hamburg-Cuxhaven gestanden und war gerade auf der Jagd gewesen. Der Wolf hatte ein Reh im Maul.
In rund 20 Jahren sind in Niedersachsen mit Stichtag Herbst 2025 insgesamt 314 Wölfe tot entdeckt worden. Wie aus der Datenbank der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf hervorgeht, wurden bislang 22 Tiere illegal getötet, 18 Mal starben Wölfe auf natürliche Weise und in 14 Fällen ist die Todesursache unklar.
Die meisten Tiere kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben - das war bei 252 Wölfen der Fall. Acht Tiere wurden im Zuge des Wolfsmanagements getötet und in einem Fall konnte noch keine Zuordnung erfolgen. (dpa/tip)
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