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Wolfsburger Abstieg

Wolfsburgs Abstieg ist die logische Konsequenz vieler Fehler

Nach dem Abstieg kommt beim VfL Wolfsburg alles auf den Prüfstand.

Nach dem Abstieg kommt beim VfL Wolfsburg alles auf den Prüfstand. Foto: Swen Pförtner/dpa

Der VfL Wolfsburg steigt ab - und das am Ende auch verdient. Zu viele Fehler wurden im Laufe der Saison gemacht. Nun kommt alles auf den Prüfstand.

Von dpa Dienstag, 26.05.2026, 04:50 Uhr

Paderborn. Am Ende einer Saison voller Fehlentscheidungen auf und neben dem Platz steht für den VfL Wolfsburg der erste Erstliga-Abstieg der Vereinsgeschichte. Der völlig verkehrt zusammengestellten Mannschaft gelang es gegen den Zweitliga-Dritten SC Paderborn in zwei Spielen der Relegation nicht, die unter Dieter Hecking, dem dritten VfL-Trainer der Saison, eingeleitete Aufholjagd zu vollenden. In der Summe ist der Gang in die Zweitklassigkeit nach 36 Spielen folgerichtig und verdient.

Nachdem sich die mit vielen Topverdienern gespickte Mannschaft am letzten Spieltag beim FC St. Pauli noch relativ souverän in die Relegation gerettet hatte, verfiel sie in den entscheidenden Duellen mit dem SC Paderborn wieder in alte Muster. Schon das 0:0 im Hinspiel war enttäuschend, ließ aber Chancen für das Rückspiel in Paderborn. Doch auch wenn die Grün-Weißen am Montagabend durch die völlig überflüssige Gelb-Rote Karte für Joakim Maehle in der 14. Minute extrem lange in Unterzahl spielen mussten, war der Auftritt am Ende deutlich zu wenig, um ein weiteres Jahr Erste Liga zu rechtfertigen.

Hecking stellt sich

„Abstieg tut immer weh“, sagte Hecking, der nach dem Abstieg mit dem VfL Bochum in der vergangenen Saison den nächsten Gang in die Zweite Liga zumindest mitzuverantworten hat. Hecking hatte Anfang März die Nachfolge von Daniel Bauer angetreten, der im November auf den glücklosen Niederländer Paul Simonis gefolgt war.

Wie es nun mit Hecking weitergeht, ist ungewiss - wie so vieles beim VW-Club, der trotz des millionenschweren Unterstützung von Volkswagen nun nicht mehr zu den 18 besten Vereinen in Deutschland gehört. „Wir werden sicherlich die nächsten ein, zwei Tage zusammenkommen, um erst einmal die zehn Wochen zu analysieren, die ich verantwortlich war“, sagte Hecking. „Ich muss das auch erst einmal sacken lassen.“

Spieler reden nicht

Wie schlecht es um den Zustand der Mannschaft bestellt ist, zeigte die Tatsache, dass sich nach dem Abstieg kein Spieler kritischen Fragen stellte. Nur der verletzt fehlende Patrick Wimmer kam kurz für ein Fernseh-Interview - vom Rest der während der gesamten Saison nie als Team auftretenden VfL-Truppe war nichts zu sehen.

Das Gesicht der Mannschaft dürfte sich nun gewaltig ändern. Zwar haben die meisten Spieler noch gültige Verträge, einen Großteil werden die Verantwortlichen aber gar nicht behalten wollen. Es steht ein großer Umbruch in Wolfsburg an.

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