Wurde der richtige Wolf im Kreis Cuxhaven erschossen? Was die DNA verrät
Im Landkreis Cuxhaven wurde eine Wölfin erlegt (Symbolbild). Foto: Christian Charisius/dpa
Jäger haben am vergangenen Wochenende einen Wolf mit einer Genehmigung im Kreis Cuxhaven abgeschossen. Doch haben sie auch die Problemwölfin erlegt?
Landkreis Cuxhaven. Im Landkreis Cuxhaven ist am vergangenen Wochenende ein Wolf erschossen worden. Dabei haben Jäger eine „artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur letalen Entnahme“ einer bestimmten Wölfin aus dem Territorium Cuxhaven mit der genetischen Kennung GW2492f umgesetzt.
Problemwölfin hat immer wieder Nutztiere getötet
Unklar war zunächst, ob auch das richtige Tier erlegt worden war. Daher wurde zuletzt eine DNA-Probe der Wölfin im zuständigen Senckenberg-Institut untersucht. Nun hat der Landkreis Cuxhaven das Ergebnis veröffentlicht: Die Analyse der Probe habe ergeben, dass tatsächlich die Wölfin GW2492f getötet wurde.
Kreis Cuxhaven
T Reaktionen auf den Wolfsabschuss: „Verunsicherung ist groß“
Cuxhavens Landrat Thorsten Krüger (SPD) zeigte sich erleichtert: „Nachdem diese Wölfin nachweislich für zahlreiche Nutztierrisse in der Region verantwortlich war und viel Leid und Unruhe verursacht hat, ist das vorliegende DNA-Ergebnis ein gutes Zeichen für die lokale Land- und Viehwirtschaft.“
Wölfin hat in einer Nacht 20 Schafe gerissen
Die Wölfin hatte in der Nacht auf den 18. Februar in der Gemeinde Stinstedt rund 20 Schafe getötet und 100 Tiere von der Weide in den Ort gehetzt.
Seit 2022 konnten der Wölfin GW2492f immer wieder Nutztierrisse nachgewiesen werden, unter anderem in Steinau, Süderleda, Stinstedt, Nordleda und Mittelstenahe. Anfang Januar tötete sie mehrere Schafe in Flögeln.
„Das Ergebnis zeigt, dass auffälligem Rissverhalten effizient und rechtssicher begegnet werden kann. Ich danke allen Beteiligten, die an dieser schnellen Umsetzung mitgewirkt haben“, so der Landrat weiter.
Mit dem Abschuss ist auch die bereits ausgesetzte Ausnahmegenehmigung endgültig erloschen.
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