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3,43 Promille: Polizisten schleppen Betrunkenen über Harburger Bahnhof

Eine Streife der Bundespolizei am Bahnsteig am Bahnhof Harburg.

Eine Streife der Bundespolizei am Bahnsteig am Bahnhof Harburg. Foto: Polizei

Am Samstagabend wird die Bundespolizei am Harburger Bahnhof zu einem Metronom-Zug gerufen. Ein Mann darf nicht mitfahren. Er kann sich kaum noch auf den Beinen halten.

Von Redaktion Sonntag, 22.02.2026, 10:30 Uhr

Harburg. Gegen 23.45 Uhr am Sonnabend (21. Februar 2026) wurde der „völlig betrunkene“ 46-jährige Mann vom Zugpersonal eines Metronom-Zuges von der Weiterfahrt am Bahnhof Harburg ausgeschlossen. Das teilt der Sprecher der Hamburger Bundespolizei, Rüdiger Carstens, mit.

Mann hat mehr als 3,4 Promille im Atem

Eine angeforderte Streife der Bundespolizei führte den Mann gestützt aus dem Zug. „Der ukrainische Staatsangehörige war völlig desorientiert, war kaum noch ansprechbar und nicht mehr alleine ‚wegefähig‘“, so Carstens.

Die Beamten mussten den Ukrainer auf dem Weg zum Bundespolizeirevier teilweise tragen. Der Grund: Der Mann war stark alkoholisiert. „Nach Feststellung der Identität ergab ein durchgeführter Atemalkoholtest einen Wert von 3,43 Promille“, berichtet der Polizeisprecher.

Der angeforderte Arzt stellte jedoch fest, dass der Mann nicht in einer Zelle der Bundespolizei ausnüchtern konnte, da er ihn als nicht gewahrsamsfähig einstufte. Stattdessen wurde der Mann umgehend mit einem Rettungswagen zur kontrollierten Ausnüchterung in ein Krankenhaus gebracht.

„Gefährliche Situation für den 46-Jährigen“

Die Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Hamburg warnt in diesem Zusammenhang: „Leider kommt es durch stark alkoholisierte Personen, verbunden mit leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen, immer wieder zu schweren Unfällen im Bahnbereich“. Häufig gefährdeten sich alkoholisierte Personen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer. „In diesem Fall war der Mann bereits völlig desorientiert und nicht mehr ‚wegefähig‘; eine sehr gefährliche Situation für den 46-Jährigen“, sagt Rüdiger Carstens.

Betrunkener klingelt bei Polizei

Anfang Februar meldete die Bundespolizei ebenfalls einen Einsatz, bei dem ein stark betrunkener Mann am Harburger Bahnhof auffiel.

„Schwankend und lallend“ hat damals nach Angaben Carstens‘ ein 40-jähriger Mann bei der Bundespolizei geklingelt. Er gab an, den Weg nach Hause zu suchen. Der Mann habe kaum noch Beinen stehen und sich nur noch sehr schwer artikulieren können, teilte der Polizeisprecher mit. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,75 Promille. Auch ein Drogentest schlug positiv an. Auch dieser Mann wurde zur kontrollierten Ausnüchterung in ein Krankenhaus gebracht. (set/pm)

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