Amok-Alarm an Otterndorfer Schulzentrum
Montagvormittag kam es zu einem größeren Polizeieinsatz in Otterndorf (Symbolbild). Foto: Sven Hoppe/dpa
Ein 16-jähriger Junge zeigt Schülern in Otterndorf (Kreis Cuxhaven) eine Waffe und berichtet von seinen Plänen. Das löst einen Großeinsatz aus.
Landkreis Cuxhaven. Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am Montagvormittag (24. August) am Otterndorfer Schulzentrum (Landkreis Cuxhaven).
Ehemaliger Schüler droht damit, Menschen zu erschießen
Bei der Polizei ging die Meldung ein, dass ein ehemaliger Schüler am ZOB mehreren Schülern eine Schusswaffe gezeigt habe. „Der 16-Jährige soll gedroht haben, mehrere Menschen mit der Waffe zu erschießen“, berichtet der Sprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, Stephan Hertz.
Die Polizei ermittelte den Aufenthaltsort des 16-Jährigen und nahm diesen vorläufig fest. Dabei entdeckten die Beamten auch eine Waffe. „Es handelt sich dabei um eine täuschend echt aussehende Softair-Waffe“, sagt Hertz.
Polizei ermittelt
Eine Gefahr durch den Jungen habe jedoch nicht bestanden, so der Cuxhavener Polizeisprecher. Die Betreuung der Schüler wurde gewährleistet. Die polizeilichen Maßnahmen dauern derzeit an.
Laut Paragraf 126 wird die Androhung oder Vortäuschung mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft. Ein Jugendlicher ist in Deutschland mit 14 Jahren strafmündig. Beim Jugendstrafrecht steht allerdings der Erziehungsgedanke im Vordergrund, nicht die Strafe. Die Bandbreite reicht von der Verwarnung mit Arbeitsstunden bis hin zu Jugendstrafe. Allerdings können Kindern (und letztlich ihren Eltern) bereits im Alter von 12 Jahren die Kosten eines Polizeieinsatzes in Rechnung gestellt werden. (set/mit bv)
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