Kandidaten von B90/Die Grünen-Ortsverband Jork stellen sich vor
Sie kandidieren bei den Kommunalwahlen 2026 für Bündnis 90/Die Grünen in Jork. Foto: Bündnis 90/Die Grünen Jork
Sieben Kandidaten treten für den B90/Die Grünen-Ortsverband Jork bei den Kommunalwahlen an. Sie stellen sich und ihr Wahlprogramm vor. Klimaschutz gehört zwingend dazu.
Jork. Bei den Kommunalwahlen 2021 erzielten die Jorker Grünen das beste Ergebnis, das sie je hatten: Sie erhielten 14,26 Prozent und zogen mit vier Sitzen in den Gemeinderat ein. „14 plus X“, schwört Spitzenkandidatin Britta Sanders ihren Ortsverband ein, „das ist unser Ziel!“ Sie bewirbt sich erstmals für den Gemeinderat, tritt aber auch bei den Kreistagswahlen an. Bereits seit fünf Jahren nimmt die Ladekoperin ihr Mandat im Kreistag wahr und ist Co-Fraktionsvorsitzende. 2022 war sie Landtagskandidatin und erhielt fast 15 Prozent der Stimmen. Sie und weitere sechs Kandidaten bewerben sich um einen Sitz im Gemeinderat.
„Klimaschutz ist und bleibt unser Auftrag“
„Klimaschutz ist und bleibt unser Auftrag“, erklärt Andreas Teich aus Königreich, die Nummer 2 auf der Liste. „Solarenergie, Windkraft, Elektromotoren, kommunale Wärmeplanung, Hitzeschutz-Strategien - wir setzen uns mit ganzer Kraft dafür ein, dass der Jorker Gemeinderat ein zukunftsweisendes Klimakonzept verabschiedet. Unsere Nachbarkommunen haben das längst getan. Es kann nicht sein, dass Jork ohne dasteht.“
„Klima und Mobilität gehören klar zusammen“
Nils Wommelsdorf aus Groß Hove, auf Platz 3 gesetzt, ergänzt: „Klima und Mobilität gehören klar zusammen. Ob mit Auto, Bus, Fahrrad, E-Roller oder zu Fuß - eine gute Infrastruktur berücksichtigt alle Komponenten. Die Menschen wollen sicher und pünktlich ans Ziel kommen.“ Deswegen wollen die Jorker Grünen das vom Rat bereits beschlossene Radwegekonzept schrittweise umsetzen, sich für mehr Straßenbeleuchtung einsetzen und Tempo 30 einführen, wo immer das sinnvoll ist.
Beim ÖPNV ist „noch deutlich Luft nach oben“
In Sachen ÖPNV waren die Grünen in Jork seit jeher federführend und haben schon viel erreicht. „Da ist aber noch deutlich Luft nach oben,“ resümiert Nahverkehrsexperte Klaus Müller aus Jork, der erneut kandidiert und auf Platz 4 gelistet ist. „Mehr Busfahrten im Spätverkehr nach 21 Uhr von Hamburg, Stade, Buxtehude und zurück. Anbindung von Jork an das Hamburger Nachtbusnetz zumindest am Wochenende. Verlängerung der Buslinie 150 (Altona – Cranz) bis Jork oder neue Busverbindung von Jork über Königreich, Ortsumgehung Finkenwerder, Köhlbrandbrücke zur U- und S-Bahn-Station Elbbrücken.“
„Miteinander braucht Orte der Begegnung“
Die Listenplätze fünf bis sieben haben Anna Lohmeyer (Königreich), Peer Hauschildt (Moorende) und Heino Ostermeier (Jork) unter sich ausgemacht. Sie sind sich einig: Die Gemeinde Jork lebe von den vielen Menschen, ihren Vereinen und den Nachbarschaften. Dieses Miteinander brauche Orte der Begegnung. Deshalb setzen sie sich konsequent für „attraktive und einladende öffentliche Räume“ ein. Die Weiterentwicklung und Aufwertung des Altländer Marktes ist das erklärte Ziel für die kommenden Jahre.
Für „Vielfalt, Menschlichkeit und Toleranz“
Die Jorker Grünen hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung. Vor fünf Jahren gingen nur 57 Prozent der Berechtigten zur Wahl. „Es wäre großartig, wenn in diesem Jahr viel mehr Menschen ihre Stimme abgeben würden,“ appelliert Britta Sanders. „Das ist gelebte Demokratie. So sichern wir Vielfalt, Menschlichkeit sowie Toleranz und wappnen uns gegen Hass, Hetze, Desinformationen und Rechtsextremismus.“ (sal)
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