ADFC-Fahrradklima-Test: Wie fahrradfreundlich ist der Kreis Stade?
An der Elbe in Twielenfleth lädt der Weg zum Fahrradfahren ein. Mit dem Radfreundlichkeit des Landkreises beschäftigt sich jetzt der ADFC. Foto: Markus Tiemann/Tourismusverband
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ruft Radfahrer im Landkreis Stade auf, zu berichten, was gut läuft - und wo Verbesserungsbedarf besteht.
Landkreis. Vom 1. September bis zum 30. November können Radfahrer in ganz Deutschland bewerten, wie fahrradfreundlich ihr Ort ist. Wie ist der Zustand der Radwege? Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß, oder ist es eher Stress? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt?
Entwicklung der Fahrradfreundlichkeit im Fokus
„Radfahren hält fit, ist kostengünstig und gut für das Klima - Spaß macht es obendrein“, teilt der ADFC-Bundesvorsitzende Frank Masurat mit. „Viele Städte und Gemeinden investieren deshalb in die Fahrradinfrastruktur. Doch die Bedingungen unterscheiden sich von Ort zu Ort erheblich.“
Darum geht es bei der Befragung zum 12. ADFC-Fahrradklima-Test (FKT). Wie hat sich die Fahrradfreundlichkeit vor Ort entwickelt, und wo muss noch nachgebessert werden? Die Ergebnisse der Befragung helfen dabei, die Bedingungen für Radfahrer zu verbessern.
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„Wer regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, weiß am besten, was gut funktioniert und wo es Defizite in der Sicherheit und in der Befahrbarkeit der Radwege gibt“, erklärt Stefan Heiland, Vorstand des ADFC Kreisverbands Stade.
„Diese Erfahrungen wollen wir mit dem ADFC-Fahrradklima-Test sichtbar machen. Die Ergebnisse zeigen uns und den politisch Verantwortlichen, in welchen Bereichen akuter und langfristiger Handlungsbedarf besteht.“
Kinder und Jugendliche werden stärker berücksichtigt
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im Rahmen des Fahrradklima-Tests. Junge Menschen brauchen besonders sichere Bedingungen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein - zur Schule, zum Sport oder in der Freizeit. Deshalb möchte der ADFC von ihnen wissen, was beim Radfahren gut funktioniert, was ihnen Schwierigkeiten macht, und was sich verändern muss, damit sie gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
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Bis zum 30. November können sich Radfahrer unter am ADFC-Fahrradklima-Test beteiligen. Die Online-Befragung besteht aus 27 Fragen und dauert rund zehn Minuten. Je mehr Menschen teilnehmen, umso aussagekräftiger sind die Ergebnisse und desto schwerer wiegen sie bei den Entscheidungsträgern in Verwaltung und Politik. Beim letzten Durchgang haben 213.000 Menschen in ganz Deutschland teilgenommen.
Drei Perspektiven für ein diverseres Bild
Zum ADFC-Fahrradklima-Test 2026 gehören drei Befragungen: Radfahrer bewerten die Fahrradfreundlichkeit ihres Ortes; im FKT-Jugendliche schildern Kinder und Jugendliche ihre Erfahrungen und Bedürfnisse; beim FKT-Kommunen geben Städte und Gemeinden Auskunft, wie sie den Radverkehr schon fördern. Damit wird die Fahrradfreundlichkeit vor Ort aus drei unterschiedlichen Perspektiven sichtbar. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Der ADFC-Fahrradklima-Test 2026 wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans. Der ADFC ist mit rund 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung für Radfahrer in Deutschland und weltweit. (sal)
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