Zähl Pixel
Wirtschaftspolitik

Arbeitgeber und IG Metall sehen Industriestandort in Gefahr

„Die Bundesregierung muss allem voran für konkurrenzfähige Energiekosten sorgen.“

„Die Bundesregierung muss allem voran für konkurrenzfähige Energiekosten sorgen.“ Foto: Christian Charisius/dpa

„Bedrohliche Symptome einer Deindustrialisierung“ - so lautet die Warnung des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Gewerkschaft IG Metall. Von der Politik fordern sie „ein energisches Gegensteuern“.

Von dpa Freitag, 12.04.2024, 12:55 Uhr

Berlin. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die Gewerkschaft IG Metall haben die Bundesregierung dazu aufgerufen, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.

Dass sich viele in- und ausländische Unternehmen bei Standort- und Investitionsentscheidungen derzeit gegen Deutschland entschieden, seien „bedrohliche Symptome einer Deindustrialisierung“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. „Die Bundesregierung muss allem voran für konkurrenzfähige Energiekosten sorgen sowie attraktivere Investitionsbedingungen schaffen.“

Darüber hinaus forderten der Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft einen beschleunigten Infrastrukturausbau auch auf dem Land, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren und eine langfristige Rohstoffstrategie. Angesichts des Fachkräftemangels müsse die Bildung mehr in den Fokus gerückt werden.

„Der Industriestandort Deutschland ist in Gefahr. In anderen Ländern wird auch aufgrund wettbewerbsfähigerer Rahmenbedingungen mehr investiert. Energisches Gegensteuern ist gefragt – sonst drohen eine verheerende Deindustrialisierung, eine weitere gesellschaftliche Spaltung und eine zunehmende Radikalisierung politischer Debatten und Proteste“, hieß es in der Mitteilung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Filialnetz der Post hat gesetzeswidrige Lücken

Der Weg zur nächsten Postfiliale darf nicht allzu weit sein, so sieht es ein Gesetz vor. Doch mancherorts ist die Strecke länger als gedacht - oder man findet am Ort lediglich einen Automaten.

Reiche warnt vor Alarmismus bei Kerosin

Der Finanzminister äußert sich zu Warnungen vor einer Knappheit bei Kerosin. Die Wirtschaftsministerin meldet sich auch zu Wort. Am Montag gibt es ein Treffen.

WWF: Vermieter sollen Extra-Heizkosten tragen

Noch ist unklar, was die Reform des Heizungsgesetzes für Mieter bedeutet. Denn der CO2-Preis steigt, zugleich sollen Heizungen mit fossilen Brennstoffen weiter betrieben werden können.