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Aus 19 Nationen: 42 Frauen, Männer und Kinder im Kreis Stade eingebürgert

Landrat Kai Seefried führte durch die Veranstaltung.

Landrat Kai Seefried führte durch die Veranstaltung. Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke

Landrat Kai Seefried hat am Dienstagabend im Stader Kreishaus 42 Frauen, Männern und Kindern ihre Einbürgerungsurkunden überreicht. So lief die 38. Einbürgerungsfeier des Landkreises.

Von Redaktion Donnerstag, 18.06.2026, 05:50 Uhr

Stade. Landrat Kai Seefried ermutigte die Neubürgerinnen und Neubürger dazu, sich in die Gesellschaft einzubringen. „Engagieren Sie sich hier bei uns im Landkreis Stade“, sagte der Chef der Kreisverwaltung. „Wir brauchen Sie – mit Ihrem Wissen, mit Ihrem Engagement, mit Ihrer Kraft können Sie entscheidend zum Gelingen unseres Gemeinwesens beitragen.“

Das zeige sich besonders im Ehrenamt – ob bei der Feuerwehr, im Sport- oder Schützenverein oder in der Kommunalpolitik. Aus Sicht des Landrates sei es sehr wertvoll, wenn Menschen mit unterschiedlichen Biografien ihre ganz eigenen Perspektiven in die Gesellschaft einbrächten.

Einbürgerungsfeier als Zeichen für Frieden

Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind für den Chef der Kreisverwaltung „ein ganz wichtiger Teil unseres Landkreises“. Die Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft sei ein Bekenntnis zu gemeinsamen Werten, sagte Seefried. Die Einbürgerungsfeier sende „ein Zeichen für Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie“ aus, sagte der Behördenleiter. Es sei wichtig, jeden Tag für diese Rechte einzutreten.

Für die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sprach Amy Denise Sonnenberg. Die 53-Jährige stammt aus Logansport, Indiana (USA). Sie ist 1995 als Au-Pair nach Deutschland eingereist, hat hier später eine Familie gegründet.

Aktuell ist Sonnenberg Projektmanagerin des onkologischen Teams im Bereich Business & Portfolio Development bei medac GmbH in Wedel. „Unsere Geschichten sind so unterschiedlich wie die Menschen, die hier heute Abend zusammengekommen sind“, sagte sie. Ihre Verbindung sei „ein Lebensweg, der nicht nur von einem Land geprägt wurde“.

Unterschiedliche Perspektiven, Sprachen und Erfahrungen sollten als Bereicherung wahrgenommen werden. „Deutschland besteht auch aus dem, was Menschen aus aller Welt hierher mitgebracht haben“, sagte Sonnenberg, deren Vorfahren im 19. Jahrhundert aus verschiedenen europäischen Staaten nach Amerika ausgewandert waren.

Neue Staatsbürger stammen aus 19 verschiedenen Nationen

Die Einbürgerung erfülle sie mit Stolz, denn „für meine Familie war und ist Deutschland ein guter Ort zum Leben“. Damit gehe eine besondere Verantwortung einher: „Wir dürfen wählen. Das ist ein wertvolles Recht. Viele Menschen auf der Welt haben es nicht“, sagte Sonnenberg mit Blick auf die Kommunalwahlen im September. Freiheit und Demokratie seien keine Selbstverständlichkeit.

Die Festrede hielt der Bundestagsabgeordnete Christoph Frauenpreiß. Seine Botschaft: „Vielfalt ist keine Herausforderung, die wir überwinden müssen — sie ist eine Stärke, die unsere Gesellschaft bereichert.“ In Richtung der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sagte er: „Sie sind Teil unserer Gesellschaft und unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Sie können stolz sein auf sich und Ihre Leistungen — und wir sind stolz auf Sie.“

Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger stammen aus 19 verschiedenen Nationen. Sie erhielten in dem feierlichen Rahmen ihre Urkunden und ein Grundgesetz überreicht, für die Kinder gab es zudem einen Landkreis-Teddy. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Duo Lina Glinsmann und Ingolf Lienau von der Kreisjugendmusikschule Stade. Bei der Einbürgerungsfeier waren auch Mitglieder des Kreistages sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen dabei.

Die Festrede hielt der Bundestagsabgeordnete Christoph Frauenpreiß.

Die Festrede hielt der Bundestagsabgeordnete Christoph Frauenpreiß. Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke

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