„Die Wende – Frauensichten“: SPD-Frauen veranstalten Podiumsdiskussion
Geteiltes Deutschland: Die SPD-Frauen wollen Brücken bauen und laden deshalb zu einer Podiumsdiskussion in Stade ein. Das Bild ist KI-generiert. Foto: SPD Unterbezirk Stade
Die SPD-Frauen aus der Region laden ein zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Wende – Frauensichten“ am Montag, 11. Mai, 19 Uhr, im Rathaus in Stade.
Stade. Nach mehr als 35 Jahren deutscher Einheit gibt es immer noch eine Kluft zwischen Ost und West. „Wir möchten Brücken bauen und einander verstehen“, sagen die SPD-Frauen der Landkreise Stade und Harburg und der Stadtratsfraktion der SPD Stade und laden deshalb zu der öffentlichen Veranstaltung im Königsmarcksaal des Historischen Rathauses der Hansestadt Stade ein.
Gegenseitiges Verständnis ohne Vorurteile entwickeln
„Wir ertappen uns doch immer wieder dabei, dass wir ziemlich klare Vorstellungen von ‚den Deutschen‘ in Ost und West haben, vorzugsweise von der jeweils anderen Seite, die wir vielfach gar nicht persönlich kennen, eine Beurteilung sich daher als schwierig erweist“, heißt es in der Pressemitteilung. Besonders stark spiegelt sich dies bei der Sicht auf die Frauen wider: Danach standen „Ostfrauen“ in der ehemaligen DDR im Kohlebergbau und als Ingenieurin „ihren Mann“, während „Westfrauen“ noch vermehrt in der traditionellen Rollenverteilung gesehen oder – wenn berufstätig – als „taffe Karrierefrauen“ abgetan wurden. Zudem wurden Frauen immer wieder als „Rabenmütter“ angesehen, wenn sie ihre Kinder berufsbedingt in Krippen und Kitas unterbrachten.
„Vorurteile ranken sich um sehr unterschiedliche politische Systeme, in denen die Menschen aufwuchsen und lebten und sich in dieser Zeit immer weiter voneinander entfernten“, heißt es weiter. Mit der deutschen Einheit sollten Menschen in Ost und West ein gegenseitiges Verständnis ohne Vorurteile und Klischees entwickeln. Das wollen die SPD-Frauen und die Stadtratsfraktion der SPD mit ihrer gemeinsamen Veranstaltung „Die Wende – Frauensichten“ erreichen.
Interviews zeigen Sichtweisen von Frauen
Auf dem Podium sitzen unter anderem Elisabeth Kaiser (SPD), Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, und Christiane Quenstedt-Querin (CDU). Eingespielt werden vorher aufgenommene Interviews, die Sichtweisen von Frauen aufzeigen. Während der Diskussion haben die Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen.
Die Podiumsdiskussion findet am Montag, 11. Mai, 19 Uhr, im Königsmarcksaal des Historischen Rathauses in Stade, Hökerstraße 2, statt. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Anmeldung bis Freitag, 1. Mai, an spdfrauen@spd-kreis-stade.de.
Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“
Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“, ab Donnerstag, 30. April, im Foyer im ersten Stock des Historischen Rathauses bietet die Gelegenheit, sich bereits im Vorfeld mit dem Thema auseinanderzusetzen. (sal)
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