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Armut

Für jeden fünften Hamburger Haushalt ist Urlaub zu teuer

Während es viele Menschen aus Hamburg in den Sommerferien ans Meer zieht, kann sich gut jeder Fünfte einen einwöchigen Urlaub nicht leisten (Symbolbild).

Während es viele Menschen aus Hamburg in den Sommerferien ans Meer zieht, kann sich gut jeder Fünfte einen einwöchigen Urlaub nicht leisten (Symbolbild). Foto: Jens Büttner/dpa

In Hamburg haben die Sommerferien begonnen. Doch während es viele in den Urlaub zieht, können es sich einige Ferien außerhalb der eigenen vier Wände nicht leisten - wie Zahlen zeigen.

Von dpa Montag, 28.07.2025, 09:50 Uhr

Hamburg. Fast jede und jeder Fünfte in Hamburg kann sich keinen einwöchigen Urlaub leisten. Bei Alleinlebenden ist sogar knapp jeder Vierte (24,7 Prozent) betroffen, wie eine aktuelle Analyse des Bundesamts für Statistik zeigt. Grundlage der Untersuchung ist eine EU-weite Umfrage aus dem vergangenen Jahr. 

Für 18,5 Prozent der Hamburger Haushalte ist eine einwöchige Urlaubsreise demnach unerschwinglich. Die Hansestadt steht mit diesem Wert im Länderranking auf Platz vier noch vergleichsweise gut da. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 21 Prozent. 

Die wenigsten Probleme, eine einwöchige Urlaubsreise finanziell zu stemmen, haben demnach Haushalte in Bayern (14,2 Prozent), am schwersten fällt es mit 34,2 Prozent Haushalten in Bremen.

Alleinerziehende und ihre Kinder besonders hart betroffen

Besonders oft betroffen sind der Auswertung zufolge Menschen, die in Haushalten mit einem alleinerziehenden Erwachsenen leben. Speziell auf Hamburg bezogene Zahlen liegen allerdings für diese Gruppe nicht vor, das sie aufgrund der Stichprobengröße nur für die sechs bevölkerungsreichsten Länder erhoben wurden.

Der höchste vom Statistischen Bundesamt gemeldete Wert kommt dabei aus Rheinland-Pfalz und erreicht 55,7 Prozent. In Bayern sind es nur 30. 

Haushalte mit mehreren Erwachsenen waren dagegen in der Regel unterdurchschnittlich oft betroffen - in Hamburg waren es je nachdem, ob mit oder ohne Kinder, 15,8 oder 12,5 Prozent. 

Eine Frage der sozialen Teilhabe

Die Frage nach dem einwöchigen Urlaub wird europaweit gestellt, in Deutschland im Rahmen des Mikrozensus. Hintergrund ist, dass diese Einschätzung als Kriterium zur Messung der materiellen und sozialen Entbehrung (Deprivation) dient. Auch Urlaub bei Freunden oder Verwandten oder in einer eigenen Ferienunterkunft zählt nach den Kriterien der Umfrage dabei als Urlaub. 

Im europäischen Vergleich steht Deutschland insgesamt dabei relativ gut da. In Rumänien können sich 59 Prozent nach eigenen Angaben keine Reise leisten, in Griechenland 46 Prozent und in Bulgarien 41 Prozent.

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