Welthandel

Klingbeil sieht positive Signale im Zollstreit

Der Bundesfinanzminister sieht im Konflikt um die Zollpolitik Chancen auf Verständigung mit den USA.

Der Bundesfinanzminister sieht im Konflikt um die Zollpolitik Chancen auf Verständigung mit den USA. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Das aggressive Vorgehen der USA mit höheren Zollbarrieren belastet den Welthandel. Trägt der Dialog der G7-Finanzminister zur Entspannung bei?

Von dpa 22.05.2025, 08:25 Uhr

Banff. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sieht nach Gesprächen im Kreis der sieben großen Industriestaaten (G7) positive Signale im Konflikt um die Zollpolitik der USA. Er habe seinen amerikanischen Kollegen als sehr konstruktiv und lösungsorientiert wahrgenommen, sagte der SPD-Politiker am Rande eines Treffens der G7-Finanzminister im kanadischen Ferienort Banff. „Das ist ein gutes Zeichen.“ Es sei in den letzten Wochen ja durchaus nicht immer klar gewesen, ob die Amerikaner zu einer Lösung kommen wollten.

Klingbeil hatte seinen US-Amtskollegen Scott Bessent in Banff auch zu einem Gespräch unter vier Augen getroffen. Er sprach von einem guten Auftakt, weitere Treffen seien verabredet. „Wir waren uns vor allem einig darin, dass wir Lösungen finden wollen.“ Es gebe jetzt ein paar Wochen, in denen dies in Verhandlungen der EU-Kommission und der US-Seite gelingen müsse.

US-Präsident Donald Trump hat hohe Zölle auf Waren aus aller Welt verhängt oder angekündigt und mit Kehrtwenden zusätzliche Verunsicherung ausgelöst. Der G7-Gruppe gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an.

Unterstützung für Ukraine

Klingbeil sagte, deutlich geworden sei bei der Konferenz außerdem, dass die Ukraine sich auf eine große Solidarität und Unterstützung der G7-Staaten verlassen könne. „Das ist auch ein wichtiges Zeichen der Solidarität und des Miteinanders.“ Zuspruch habe es für die Vorhaben der neuen Bundesregierung gegeben, um in Deutschland wieder auf Wachstumskurs zu kommen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Tesla verfehlt Gewinnerwartung der Wall Street

Laut Elon Musk liegt die Zukunft von Tesla in Robotern und Robotaxis. Aktuell lebt die Firma jedoch vom Autoverkauf. Dieses Geschäft lief zuletzt wieder besser. Doch Anleger erwarteten mehr Gewinn.

Google-Mutter Alphabet übertrifft Erwartungen

Neue Rivalen forderten Google mit Künstlicher Intelligenz heraus. Doch der Internet-Riese ist erfolgreich mit eigenen KI-Funktionen in seiner Suchmaschine. Zudem wächst das Cloud-Geschäft rasant.

Höhere Schienenmaut für Personenverkehr

Mit Trassenpreisen zahlen Verkehrsunternehmen für die Nutzung des Schienennetzes. Dem EuGH zufolge wurden sie bisher falsch berechnet. Nun drohen spürbare Folgen für Verkehrsunternehmen und Fahrgäste.

Porsche-Aufsichtsrat unterstützt Sparpaket

Seit Monaten laufen bei Porsche Verhandlungen über ein weiteres Sparpaket. Nun hat sich der Aufsichtsrat mit dem aktuellen Stand befasst - und seine Unterstützung zugesagt. Das ist bisher bekannt

Mehr Menschen mit Schwerbehinderung in Jobs

Die Zahl der Behinderten in Arbeit ist gestiegen - aber immer noch zu gering. Viele Betriebe erfüllen ihre Verpflichtung zur Einstellung nicht. Dabei sind Schwerbehinderte oft gut ausgebildet.