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Falschmeldung

Weiter Wirbel um Kontogebühren – Banken widersprechen

Geldeingänge auf einem Kontoauszug: Bei großen Banken finden sich keinerlei Hinweise auf geänderte Kontoeingangsgebühren. (Symbolbild)

Geldeingänge auf einem Kontoauszug: Bei großen Banken finden sich keinerlei Hinweise auf geänderte Kontoeingangsgebühren. (Symbolbild) Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild

Eine Kontogebühr auf eingehendes Gehalt? Erst das gestreute Gerücht übers Geldabheben, jetzt macht eine neue Meldung die Runde. Die Banken reagieren.

Von Redaktion Freitag, 29.05.2026, 10:55 Uhr

Gestiegene Kosten im Alltag sind für viele Bürgerinnen und Bürger ein Ärgernis. Nun kursiert in sozialen Medien ohne Quellenangabe, dass angeblich neue Gebühren drohen: Ab dem 20. Mai sollen alle Banken in Deutschland eine Kontoeingangsgebühr von zehn Prozent eingeführt haben. Bei jedem Geldeingang soll diese anteilige Gebühr abgezogen werden.

Gibt es dafür Beweise?

Banken und Sparkassen weisen Falschinformationen zurück

Schon 2021 hat der Bundesgerichtshof festgelegt: Banken und Sparkassen dürfen Kontogebühren nur mit ausdrücklicher Zustimmung der betroffenen Kunden erhöhen. Kontoinhaber müssen also zwingend informiert werden und aktiv zustimmen, wenn ihre Bank neue Gebühren einführt.

In den Verzeichnissen für Preise und Leistungen großer Banken, etwa bei der Deutschen Bank, der Commerzbank oder der ING, finden sich keinerlei Hinweise auf Kontoeingangsgebühren.

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigten mehrere Banken, dass es sich um eine Falschmeldung handelt.

Ein Sprecher der Deutschen Kreditwirtschaft, einem Zusammenschluss der kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände, bezeichnete die Behauptung über die Kontoeingangsgebühr als „frei erfunden“. Der Beitrag enthalte auch sachliche Fehler: „So werden beispielsweise die Begriffe „Steuern“ und „Gebühren“ vermischt, obwohl Banken keine eigenen Steuern erheben können“, so der Sprecher.

Ein Sprecher der Deutschen Bank teilte mit, eine Gebühr für Kontoeingänge werde „weder von der Deutschen Bank noch von der Postbank erhoben - das gilt für Privatkonten ebenso wie für Geschäftskonten. Eine entsprechende Gebühr ist auch nicht geplant.“ Auch ein Sprecher der Sparkassen-Finanzgruppe bestätigte, dass eine Kontoeingangsgebühr „Unsinn“ sei.

Falschmeldungen über angebliche neue Gebühren oder auch vermeintliche Einschränkungen bei der Bargeldversorgung kursieren immer wieder - sie machen sich die Sorgen vieler Menschen für höheren Lebenshaltungskosten und die Vorliebe der Deutschen für Bargeld zunutze, um Stimmung zu machen und Menschen in die Irre zu führen. (dpa)

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