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Zittern und Gangstörungen vorbeugen: So kommen Hunde gut durch heiße Tage

Hunde können auch Sonnenbrand bekommen. Gerade solche mit hellem Fell sind dafür an den Scheitelstellen, etwa auf der Schnauze, gefährdet. (Symbolbild)

Hunde können auch Sonnenbrand bekommen. Gerade solche mit hellem Fell sind dafür an den Scheitelstellen, etwa auf der Schnauze, gefährdet. (Symbolbild) Foto: Martin Gerten/dpa/dpa-tmn

Hitzschlag, Sonnenbrand, Insektenstiche: Im Sommer sind Hunde besonderen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Wie Halter vorbeugen und im Notfall handeln.

Von Redaktion Sonntag, 21.06.2026, 05:50 Uhr

Wer mit seinem Hund im Sommer oder an einem warmen Urlaubsort unterwegs ist, sollte ihn niemals unbeaufsichtigt bei Sonnenschein oder hohen Außentemperaturen im Auto lassen.

„Selbst bei bedecktem Himmel oder am frühen Morgen kann sich das Auto in wenigen Minuten so aufheizen, dass eine lebensbedrohliche Situation für den Hund entsteht“, sagt Ursula von Einem, Sprecherin des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte.

Auch wenn das Auto in der Sonne stand und man mit dem Hund nach dem Einkauf oder einer Wanderung wieder einsteigen will, sollte man zunächst für ein paar Minuten mit offenen Türen durchlüften, um die größte Hitze aus dem Innenraum zu entfernen.

„Auch das Belastungsniveau sollten Sie den Temperaturen anpassen“, sagt die Tierärztin. „Schon ab etwa 20 Grad ist Vorsicht geboten. Keine Frage also, dass Hunde bei 30 bis 40 Grad nicht zum Joggen, auf lange Wanderungen oder zum Fahrradfahren mitgenommen werden dürfen.“

Hitzschlag erkennen und richtig reagieren

Ob ein Hund einen Hitzschlag hat, erkennt man an Symptomen wie Lethargie und Schwäche, schneller Herzfrequenz, viel Speicheln. Zusätzlich kann es zu Erbrechen und/oder Appetitlosigkeit kommen, so von Einem. Auch Zittern, Gangstörungen (Schwanken, Tapsigkeit) und Bewusstlosigkeit sind möglich.

Als erste Maßnahme kann der Hund in einen kühlen Raum gebracht werden - Fliesenboden ist oft kühl. Feuchte Handtücher als Unterlage und eventuell auch auf dem Hund können durch Verdunstungskälte für etwas Abkühlung sorgen.

Ursula von Einem: „Wichtig ist: Gehen Sie in einem solchen Fall unbedingt zum Tierarzt. Ein Hitzschlag kann lebensbedrohlich sein und muss unbedingt mit Infusionen und gegebenenfalls anderen Maßnahmen behandelt werden.“

Sonne und Insekten als Risiko

Hunde können übrigens auch Sonnenbrand bekommen. Gerade solche mit hellem Fell sind dafür an den Scheitelstellen, etwa auf der Schnauze, gefährdet. Ein schattiges Plätzchen und auch die Möglichkeit, drinnen zu liegen, sind zur Vorbeugung wichtig, so die Tierärztin.

Im Falle des Falles kann die gerötete Stelle mit einer Wund- und Heilsalbe vorsichtig eingerieben und mehrere Tage gepflegt werden.

Hat der Hund einen geschwollenen Insektenstich, kann man ihn mit nassen Tüchern kühlen und aus der Hausapotheke eine entsprechende Salbe verwenden.

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