Diät statt Snacks: Ist mein Hund zu dick?
Test: Viele naturbelassene Hundesnacks wie Schweineohren sind für kleine Hunde zu groß und enthalten damit auch zu viele Kalorien. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Rippen, Taille, Bauch: Mit einfachen Tricks können Hundehalter herausfinden, ob der eigene Liebling zu viele Kilos mit sich rumträgt. Was dann beim Füttern zu beachten ist.
Wer seinem Hund gern zusätzlich Snacks anbietet, sollte das Hauptfutter reduzieren - denn auch Leckerlis liefern häufig eine ordentliche Portion Kalorien. Dabei kann es helfen, die Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung zu beachten.
Die Stiftung Warentest empfiehlt in ihrer gleichnamigen Zeitschrift (Ausgabe 2/2026) außerdem, Hundesnacks nur dann regelmäßig zu füttern, wenn das Tier nicht unter Gewichtsproblemen leidet. Doch wie erkennt man eigentlich, ob der eigene Vierbeiner zu dick ist?
Tasten und draufschauen
Ganz einfach: Beim Idealgewicht können die Rippen leicht ertastet werden und der Bauch ist deutlich eingezogen. Auch der Blick von oben gibt Aufschluss - die Taille des Tieres sollte deutlich zu erkennen sein.
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Anders sieht es aus, wenn der Hund übergewichtig ist. Dann sind die Rippen schwer zu ertasten, der Bauch ist lediglich leicht eingezogen und die Taille ist so gut wie gar nicht erkennbar.
Auf das Füttern von Snacks sollte man gänzlich verzichten, wenn der Hund unter Fettsucht leidet. Die lässt sich daran erkennen, dass der Bauch durchhängt sich die Rippen nur ertasten lassen, indem man stark drückt.
Snack und Hund müssen zusammenpassen
Mit naturbelassenen Snacks wollen Besitzer ihren Hunden eigentlich etwas Gutes tun. Denn sie enthalten lediglich getrocknete Schlachtnebenprodukte, die frei von Zusätzen sein sollen. Doch sind sie wirklich für jeden Hund geeignet?

Snacks für zwischendurch: Wer seinen Hund verwöhnt, sollte das Hauptfutter entsprechend reduzieren, um Gewichtszunahme zu vermeiden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Die Stiftung Warentest hat 20 Hundesnacks genauer unter die Lupe genommen, darunter etwa Hühnerherzen, Kaninchenohren oder Rinderpansen (Ausgabe 2/2026). Insgesamt stuften die Tester 11 von 20 Produkten als „nicht geeignet“ ein - aus unterschiedlichen Gründen.
Welcher Snack für welchen Hund?
Naturbelassene Hundesnacks enthalten viele Kalorien. Wer sie verfüttern möchte, sollte daher den Warentestern zufolge die Größe des Vierbeiners beachten. Denn: Nur Hühnerherzen eignen sich demnach für alle Hunde.
Alle anderen Snacks sind hingegen eher etwas für große, aktive Tiere. Für kleine Vierbeiner sind sie - zumindest im Ganzen - zu groß und enthalten damit auch zu viele Kalorien. Wer kleinen Hunden trotzdem größere Snacks vom Rind oder Schwein geben will, sollte sie vorher zerteilen.
Achtung, Salmonellengefahr!
In einigen Produkten wurde Salz nachgewiesen, das den natürlichen Gehalt übersteigt. Und das, obwohl es sich eigentlich um Naturprodukte handelt, die häufig damit beworben werden, dass keine Zusätze enthalten sind.
Was die Tester außerdem in mehreren Produkten fanden: ranziges Fett, auffällige Chromgehalte und Salmonellen. Grundsätzlich sollten Halter bei naturbelassenen Snacks die Salmonellengefahr im Hinterkopf haben und im Haushalt auf die Hygiene achten.
Gut dosiert, gut verpackt
Wichtig: Wer solche Leckerlis an seinen Liebling verfüttert, sollte das Hauptfutter reduzieren. Die Tester bemängeln bei knapp der Hälfte der Produkte fehlende Fütterungsempfehlungen und fehlende Hinweise darauf, dass das Tier beim Fressen beaufsichtigt werden sollte.
Die getrockneten Snacks haben häufig einen intensiven Geruch. Das erfreut zwar die Hundenase, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass der Vierbeiner nicht genug haben kann. Deshalb landen die Snacks nach dem Füttern am besten in einer luftdichten Verpackung. (dpa)
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