Kapriolen auf der A1: Autofahrer zu betrunken für Alkoholtest
Ein Streifenwagen der Polizei sicherte auf der A1 einen Schwertransport ab, als der Honda-Fahrer den Beamten auffiel. (SYMBOLBILD) Foto: Christian Lademann/dpa
Ein 52-Jähriger kann seinen Zustand hinterm Lenkrad nicht mehr verbergen. Im Gegenteil: Er will noch vor der Autobahnstreife flüchten. Die Polizei-Meldungen in der Übersicht.
Am Donnerstagabend sicherte eine Streifenwagenbesatzung der Autobahnpolizei Maschen auf der A1 im Bereich des Maschener Kreuzes einen Schwertransport ab. Gegen 21.45 Uhr sei den Beamten ein Honda Accord aufgefallen, der ohne eingeschaltete Beleuchtung auf dem Einfädelungsstreifen von der A39 kommend versuchte, an dem Sicherungsfahrzeug und dem Schwertransport vorbeizufahren.
Wie die Polizei im Kreis Harburg berichtet, forderten die Beamten den Mann auf, das Licht einzuschalten und anzuhalten. Der Honda-Fahrer folgte zwar dem Streifenwagen, „aber immer noch ohne eingeschaltetes Licht, sodass die Polizisten ihm mit ihrem Streifenwagen ein Haltzeichen gaben“, sagt Polizeisprecher Jan Krüger.
Alkoholtest misslingt
Der Mann schlug plötzlich weitere Kapriolen: Er wechselte mehrfach die Spur, um an dem Streifenwagen vorbeizufahren, so die Polizei.
Letztlich konnten die Beamten ihn an der Anschlussstelle Harburg einer Kontrolle unterziehen. Dabei stellte sich heraus, dass der 52-jährige Fahrer stark alkoholisiert war. „Zu einem Atemalkoholtest war er nicht mehr im Stande“, sagt Krüger.
Zudem stellte sich heraus, dass an dem Auto falsche Kennzeichen angebracht waren. Der Wagen selbst hatte gar keine Zulassung mehr.
Dem 52-jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. Kennzeichen und Fahrzeugschlüssel sowie die Fahrerlaubnis wurden sichergestellt. Gegen den Mann wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.
Schockanruf: Seniorin übergibt fünfstellige Bargeldsumme
Bereits am Mittwochabend ist es in Stotel im Kreis Cuxhaven erneut zu einem erfolgreichen Schockanruf gekommen. Eine 84-jährige Seniorin hatte eine fünfstellige Bargeldsumme an einen Mann übergeben.
Die bislang unbekannten Täter nutzten eine bereits oft durchgeführte Masche. Ein angeblicher Polizeibeamter rief an und erklärte, dass eine nahe Angehörige einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte und nun eine hohe Geldsumme für eine Notoperation gezahlt werden müsste.
Die unbekannte Person, die das Geld abholte, wird wie folgt beschrieben:
- männlich
- ca. 30 Jahre alt
- dunkle Haare
- ein Bart im Kinnbereich
Kollision am Bahnübergang
In Winsen ist es am Donnerstagnachmittag indes zu einem vermuteten Raserunfall gekommen, bei dem eine Schrankenanlage an einem Bahnübergang massiv beschädigt worden war. Laut Polizei und ersten Zeugenbefragungen habe sich ein Fahrer eines Mercedes-AMG mit erhöhter Geschwindigkeit dem Kreuzungsbereich an der Osttangente genähert.
Im Kreuzungsbereich kollidierte er mit dem Kleintransporter eines 20-jährigen Mannes. Beide Fahrzeuge drehten sich. Der Transporter blieb im Kreuzungsbereich stehen. Der Mercedes stand noch auf den Schienen.
Mercedes-Fahrer flüchtet zu Fuß
Der Fahrer des Kleintransporters und sein 23-jähriger Beifahrer, beide Handwerker auf dem Weg in den Feierabend, wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Sie kamen mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.
Der Fahrer des Mercedes hatte sich schon vor Eintreffen der ersten Rettungskräfte zu Fuß vom Unfallort entfernt. Auch eine Sofortfahndung nach dem Mann blieb erfolglos. Die Identität des Fahrers werde noch ermittelt.
Durch den Unfall wurde die Schrankenanlage zum Teil abgefahren. „Infolgedessen musste die gesamte Ampelanlage abgeschaltet werden. Derzeit ist kein Güterbahnverkehr auf dem betroffenen Gleis möglich“, heißt es von der Polizei. Der Schaden wird auf rund 150.000 Euro geschätzt.
Feuer auf Tartanbahn
Bereits am Ende Mai hat ein absichtlich gelegtes Feuer in Cuxhaven-Groden die Tartanbahn am Sportplatz beschädigt. Die bisher unbekannte Täter hatten einen Einkaufswagen mit Holz befüllt und diesen danach angezündet, so die Polizei. Das Feuer wurde durch die Feuerwehr gelöscht, ein Schaden an der Laufbahn blieb.
Einbruch in Schule in Wanna
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es zu einem Einbruch in die Schule in Wanna im Kreis Cuxhaven an der Landesstraße. Die bislang unbekannten Täter verschafften sich gewaltsam über ein Fenster Zutritt. Entwendet wurden unter anderem Bargeld und ein Tresor. Über die Schadenshöhe machte die Polizei keine Angaben.
Fahrerflucht: Hoher Schaden
Am Donnerstagmorgen sorgte eine Verkehrsunfallflucht in Schiffdorf (Kreis Cuxhaven) für teuren Ärger. Ein bislang unbekannter Autofahrer beschädigte hierbei erheblich einen geparkten, weißen VW Polo eines 24-jährigen Schiffdorfers.

Der VW Polo ist schwer am Heck getroffen worden. Foto: Polizei
Der Schaden wird auf mehr als 5000 Euro geschätzt. (pm/tip)
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