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Besuch bei Kieler U-Boot-Bauer

Deutschland und Indien vertiefen Rüstungskooperation

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (2.v.l) und sein indischer Amtskollege Rajnath Singh (2.v.r) besuchen den U-Boot-Hersteller TKMS.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (2.v.l) und sein indischer Amtskollege Rajnath Singh (2.v.r) besuchen den U-Boot-Hersteller TKMS. Foto: Christian Charisius/dpa

Deutschland und Indien planen, ihre Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie auszubauen. Ein 10-Punkte-Plan soll beide Seiten enger verbinden. Zudem könnte auch der Bau von U-Booten bald vorangehen.

Von dpa Mittwoch, 22.04.2026, 19:05 Uhr

Kiel. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius beabsichtigt die Zusammenarbeit mit Indien in der Rüstungsindustrie auszubauen. Am Mittag unterzeichnete er im Berliner Bendlerblock zusammen mit der Delegation des indischen Verteidigungsministers einen 10-Punkte-Plan, der die Kooperation und Förderung der Branche vertiefen soll. Dies erklärte der SPD-Politiker bei seinem Besuch beim Kieler U-Boot-Bauer TKMS. Gemeinsam mit seinem indischen Amtskollegen Rajnath Singh besichtigte er dort ein U-Boot der Klasse 212A. 

Mit der Unterzeichnung des Plans werde die „Rüstungsindustrielle Kooperation auf die nächste Stufe“ gehoben, betonte Pistorius. „Es ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.“ So könnten Deutschland und Indien wechselseitig sowohl industriell als auch bei den Streitkräften profitieren.

Indien gilt als größter Rüstungsimporteur der Welt

Indien will zudem zusammen mit dem deutschen Unternehmen TKMS in Mumbai sechs U-Boote im Wert von acht Milliarden Euro bauen. Aktuell laufen die innerstaatlichen Abstimmungsprozesse, wie der Bundesverteidigungsminister beim Besuch bei TKMS sagte. „Ich bin sehr zuversichtlich, schon bald unterzeichnen zu können.“ Er rechne in den nächsten drei Monaten mit einem Ergebnis. 

Indien gilt nach der jüngsten Statistik des Friedensforschungsinstituts Sipri als größter Rüstungsimporteur der Welt. Zwischen 2019 und 2023 bezog das Land aber immer noch 36 Prozent seiner Rüstungsgüter aus Russland - auch wenn die Tendenz rückläufig ist. Deutsche Rüstungsexporte nach Indien könnten also auch die Abhängigkeit von Russland verringern.

 „Es ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, erklärte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius.

„Es ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, erklärte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. Foto: Christian Charisius/dpa

Vor dem Besuch bei TKMS wurde ein 10-Punkte-Plan für eine engere Rüstungskooperation von Indien und Deutschland unterzeichnet, sagte Verteidigungsminister.

Vor dem Besuch bei TKMS wurde ein 10-Punkte-Plan für eine engere Rüstungskooperation von Indien und Deutschland unterzeichnet, sagte Verteidigungsminister. Foto: Christian Charisius/dpa

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