IHK-Umfrage im Elbe-Weser-Raum: Konjunktur auf niedrigem Niveau
Symbolbild. Foto: Bodo Schackow/zb/dpa
Die Wirtschaft im Elbe-Weser-Raum stagnierte zum Jahresende, die Konjunktur bleibt auf einem niedrigen Niveau. Das - und mehr - zeigt die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage.
Landkreis. Bei der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Elbe-Weser wurden 371 Unternehmen aus dem Elbe-Weser-Raum befragt; 202 Unternehmen haben geantwortet. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 54,4 Prozent. Wie das Ergebnis zeigt, ist die Erwartungshaltung für das Jahr 2026 unter dem Strich eher pessimistisch.
Der Saldo aus positiver und negativer Lageeinschätzung im Elbe-Weser-Raum hat sich zum Jahresende minimal verbessert. „Allerdings ist dies nur darauf zurückzuführen, dass weniger Unternehmen als zuvor ihre Lage als schlecht bewerten“, teilt IHK-Volkswirt Henrik Gerken mit. Nach 29 Prozent im Vorquartal zeigen sich nun 25 Prozent von einem schlechten Quartal enttäuscht. Während 18 Prozent (zuvor: 20 Prozent) ihre gegenwärtige Lage als gut bewerten, spricht etwas mehr als jeder zweite Betrieb (57 Prozent) von einem befriedigenden oder saisonüblichen Verlauf. „Insgesamt verharrt die konjunkturelle Lage damit weiterhin auf einem niedrigen Niveau“, so Gerken.
Anzahl der Pessimisten nimmt im Elbe-Weser-Raum leicht zu
Für Deutschland rechnen die meisten Forschungsinstitute in diesem Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Im Elbe-Weser-Raum bleibt die Erwartungshaltung der Unternehmen per Saldo weiterhin negativ. Zwar rechnen nun 12 Prozent der Betriebe (zuvor: 10 Prozent) mit einer eher besseren Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten, allerdings nimmt auch die Anzahl der Pessimisten leicht zu. 31 Prozent (zuvor: 27 Prozent) rechnen mit einer eher ungünstigeren Entwicklung.
Die größten Herausforderungen sind aus Sicht der Unternehmen weiterhin die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (67 Prozent), gefolgt von den steigenden Arbeitskosten (61 Prozent) und der zurückhaltenden Inlandsnachfrage (57 Prozent).
IHK fordert bessere Rahmenbedingungen
„Die ersten Maßnahmen der Bundesregierung zeigen bislang wenig konjunkturelle Effekte“, berichtet Gerken. „Dabei benötigen unsere Unternehmen gerade jetzt spürbare Erleichterungen bei Steuern, Lohnnebenkosten und Bürokratie“, so Christoph von Speßhardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Elbe-Weser. Die IHK werde in diesem Jahr mit einer entschlossenen Positionierung und deutlichen Worten auftreten, um eine Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu erwirken.
Weitere Infos bei Henrik Gerken von der IHK Elbe-Weser unter 04141/ 524285 oder henrik.gerken@elbeweser.ihk.de. (sal)
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Die Entwicklung der Lage (blau) und Erwartungen (grün) der Unternehmen im Elbe-Weser-Raum: Saldo aus Positiv- und Negativmeldungen. Foto: IHK Elbe-Weser